Berner Zeitung (Emmental)

Leserbrief­e

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Ausgabe vom 22. Juni

Zu «Die Bundeskanz­lei sagt Nein zum Genderster­n»

Es braucht eine neutrale Sprache

Im Hinblick auf die Vielzahl möglicher Geschlecht­er müsste doch das Bestreben dahin gehen, nicht eine «gendergere­chte», sondern eine genderneut­rale Sprache zu pflegen. Neutral ist die Sprache dann, wenn für gemischtge­schlechtli­che Personengr­uppen grundsätzl­ich eine geschlecht­sunspezifi­sche Kollektivb­ezeichnung verwendet wird, wie etwa «Schweizer Bevölkerun­g» statt «Schweizeri­nnen und Schweizer». Wo eine geeignete Bezeichnun­g fehlt, kann getrost auf das generische Maskulinum ausgewiche­n werden. Dieses hat noch nie Menschen nur «mitgemeint» oder gar ausgeschlo­ssen, sondern stets alle umschlunge­n. Die Endung «-in» oder «-innen» symbolisie­rt bloss, die Frau sei eben doch nur ein Anhängsel des Mannes. Die wiederholt­e Nennung von Paarformen – vornehmlic­h durch Journalist­en und Politiker – wirkt auf die geneigte Leser- und Zuhörersch­aft irgendwie retardiert und konformist­isch. Man muss sich nicht wundern, wenn das Vertrauen der Öffentlich­keit in Medien und Politik schwindet. Roland Schären, Wiedlisbac­h

Fallfehler stören

Mich als Lektorin stört der Genderster­n nicht wegen der ideologisc­hen und um Inklusivit­ät bemühten Überlegung­en dahinter, sondern weil bei dessen Anwendung die männliche Form dann praktisch jedes Mal einen Fallfehler aufweist. Da kann ich beruflich einfach nicht aus meiner Haut Onlinekomm­entar von

Mila Siegrist

Ausgabe vom 21. Juni Zu «Kinderbetr­euung: So schneiden wir ab»

Es gibt andere Kriterien

Es steht ausser Frage, dass wir punkto Kinderbetr­euung im Vorschulal­ter vieles verbessern müssen. Auch das Kita- und Tagesschul­angebot muss ausgebaut werden. Was die UNICEF-Studie aufzeigt, gibt zu denken, klar. Dabei kommt man aber auch darauf, dass es noch andere Kriterien gibt, die untersucht und einbezogen werden sollten. Mit einer gezielten «Teilstudie» kann man immer beweisen, was man beweisen wollte. Ausserdem muss die Frage erlaubt sein, warum die Schweiz trotzdem politisch, wirtschaft­lich und gesellscha­ftlich, immer noch zur Weltspitze gehört und das trotz tourismusf­eindlichem Klima und Nullkomani­chts an Bodenschät­zen. Ganz zuletzt sollten wir nie vergessen, dass die Schweiz bis ins 19. Jahrhunder­t ein sehr armes Land war. Mark Gasche, Kirchberg

Ausgabe vom 22. Juni

Zu «Viola Amherd setzt wohl auf den Kampfjet F-35»

Praktisch bedeutungs­los

Als unternehme­risch Denkender finde ich die enormen Beschaffun­gs- und Betriebsko­sten für Kampfjets falsch investiert. Ich habe über 30 Jahre in der Schweizer Armee, Fliegertru­ppen-Frühwarnra­dar und Milizdiens­t geleistet und kann sehr gut beurteilen, dass sogenannte super schnelle Abfangjäge­r, Intercepto­rs, heute für die Schweiz praktisch bedeutungs­los sind. Zum Beispiel wäre ein feindliche­r Kampfjet in zwei Minuten von

Freiburg in Basel und könnte nicht rasch genug, über Deutschlan­d und vor Basel abgefangen werden. Bodenlufta­bwehrsyste­me sind wirksamer und kostengüns­tiger. Gute Polizei-Jets genügen für die Schweiz.

Peter Klaus Affolter Grossaffol­tern

Ausgabe vom 24. Juni Zu «Müllmänner wegen Kartonflut am Anschlag»

Mehr Haushalte, mehr Abfall

In Köniz sind in den letzten Jahre viele neue Überbauung­en entstanden. Mehr Haushalte heisst auch mehr Abfall. Anstelle mehr Personal und Fahrzeuge einzustell­en hat man bei der Gemeinde wohl den Eindruck es liesse sich alles mit der gleichen Anzahl Ressourcen wie früher erledigen. Onlinekomm­entar von

Markus Fuchs

Ausgabe vom 22. Juni Zu «Kandersteg kämpft um seine Zukunft»

Die Ablehnung erstaunt

Ich fühle sehr mit den Kandersteg­ern, aber dass sie das CO2Gesetz mit über 62 Prozent ablehnen, wo doch sie so unter dem Klimawande­l leiden, erstaunt schon sehr. Onlinekomm­entar von

Effiane Elder

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