«Völ­ker­recht wur­de in­stal­liert, um ge­ra­de die Klei­nen vor der Will­kür der Gros­sen zu schüt­zen. Al­les ver­ges­sen. Ego­is­mus ist an­ge­sagt. Lei­der.»

Berner Zeitung (Stadt) - - Forum - Klaus Bä­um­lin, Die­ter Noll, Mar­tin A. Liech­ti, Die­ter Noll Tho­mas Beck,

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Nicht al­lein ge­ehrt

Na­tür­lich hat es mich ge­freut, dass die Ber­ner Zei­tung so wohl­wol­lend über mich ge­schrie­ben hat im Zu­sam­men­hang mit dem mir ver­lie­he­nen Eh­ren­dok­tor­ti­tel. Aber da gab es ne­ben mir sechs wei­te­re Frau­en und Män­ner, die die­se Eh­rung er­fuh­ren. Mit ih­rem Wir­ken und ih­ren Ver­diens­ten als Ju­rist (Pe­ter Gauch), als Ent­wick­le­rin von Hör­ge­rä­ten (In­ge­borg Hoch­mair-De­soy­er), als För­de­rin so­zia­ler und kul­tu­rel­ler Pro­jek­te (Fran­zis­ka Bo­rer Win­zen­ried), als Ros­si­ni-For­scher (Re­to Müller), als For­sche­rin und För­de­rin auf dem Ge­biet der Psy­cho­the­ra­pie (Cla­ra E. Hill) und als Au­tor fach­di­dak­ti­scher Schrif­ten (Gün­ter Baars) ha­ben sie Her­vor­ra­gen­des ge­leis­tet. Da­zu kom­men die wei­te­ren zu­meist jun­gen Frau­en und Män­ner, die am Dies aca­de­mi­cus mit Prei­sen ge­ehrt wur­den. Zum Kreis die­ser ver­dienst­vol­len und sym­pa­thi­schen Men­schen ge­hö­ren zu dür­fen, be­deu­tet für mich ei­ne zu­sätz­li­che Eh­rung. Ich ste­he nicht gern al­lein auf wei­ter Flur. Aus­ga­be vom 6. De­zem­ber «UNO-Hoch­kom­mis­sa­rin ist sehr ent­täuscht»

Ego­is­ti­sche Län­der Mi­gra­ti­on ist ei­ne welt­wei­te Tat­sa­che. Der UN-Mi­gra­ti­ons­pakt hält fest, dass Men­schen­rech­te auch für die Men­schen gel­ten, die im Mo­ment auf der Flucht sind. Das sind heu­te et­wa 260 Mil­lio­nen Men­schen. Die­se gilt es zu schüt­zen. Dass es dar­über so gros­se Dif­fe­ren­zen gibt, ist be­schä­mend. Die Schweiz will nicht oder nur un­ter Vor­be­hal­ten mit­ma­chen. Es sind die klei­ne­ren Län­der, ne­ben Trumps Ame­ri­ka, die sich da­von­steh­len. Ge­ra­de die, wel­che sich stets auf ih­re lang­jäh­ri­ge hu­ma­ni­tä­re Tra­di­ti­on be­ru­fen, keh­ren der Welt den Rü­cken. Völ­ker­recht wur­de da­für in­stal­liert, ge­ra­de die Klei­nen vor der Will­kür der Gros­sen zu schüt­zen. Al­les ver­ges­sen. Ent­so­li­da­ri­sie­rung und Ego­is­mus sind an­ge­sagt. Lei­der.

Die Ge­schichts­schrei­bung wird ein ver­nich­ten­des Ur­teil über die Län­der fäl­len, für die glo­ba­le Ge­set­ze und Re­gel­wer­ke aus ego­is­ti­schen Grün­den nicht mehr zäh­len. Aus­ga­be vom 3. De­zem­ber «Kan­to­ne be­wil­li­gen fast je­des Waf­fen­ge­such»

Si­cher­heit mit we­ni­ger Waf­fen Er­schre­ckend die lar­ge Hand­ha­bung des Waf­fen­ge­set­zes durch die Kan­to­ne und die ge­fähr­li­che flä­chen­de­cken­de Ver­brei­tung von Schiess­ei­sen. Die seit 2014 stark stei­gen­de Zahl der aus­ge­ge­be­nen Waf­fen­schei­ne ist alar­mie­rend. Füh­rend ist der Kan­ton Aar­gau mit knapp acht Be­wil­li­gun­gen pro tau­send Ein­woh­ner, fast drei­mal mehr als in Ba­sel-Stadt. Ist des­halb der Aar­gau si­che­rer, oder sind in den USA die Staa­ten mit ex­trem ho­her Waf­fen­dich­te si­che­rer? Wohl kaum. Je­des zu­sätz­li­che Schiess­ge­wehr er­höht auch die Ge­fahr des Miss­brauchs. Hof­fen wir auf ei­ne stren­ge Um­set­zung der kom­men­den EURicht­li­ni­en. Als Op­fer ei­nes schlecht aus­ge­bil­de­ten Schüt­zen, der mir die Wa­den durch­schoss, hof­fe ich auf ei­ne si­che­re Schweiz mit we­ni­ger Schiess­ei­sen. Aus­ga­be vom 4. De­zem­ber «An­griff auf ver­stärk­ten Kli­ma­schutz ge­schei­tert»

Zer­stör­te Welt hin­ter­las­sen Das Par­la­ment ist un­fä­hig, das gröss­te Pro­blem der Mensch­heit zu lö­sen. Ge­wählt durch ei­ne Be­völ­ke­rung, wel­che eben­falls nicht in­ter­es­siert ist an Mass­nah­men ge­gen die Er­der­wär­mung. Man will auf nichts ver­zich­ten, we­der auf sei­nen Of­fraoa­der noch auf Um­strit­ten: Der UN-Mi­gra­ti­ons­pakt re­gelt, wie mit Leu­ten, die Gren­zen über­schrei­ten, um­ge­gan­gen wer­den soll. Thun

sei­nen Wee­kend­trip mit dem Flug­zeug. Un­ter­des­sen schmel­zen die Glet­scher still vor sich hin, der Mee­res­spie­gel steigt, bis er auch vom Letz­ten nicht mehr igno­riert wer­den kann. Un­so­li­da­risch nimmt man sich das Recht her­aus, sein Ding durch­zu­zie­hen, auf dem Bu­ckel an­de­rer, die sich ein­zu­schrän­ken ver­su­chen. Sei­nen ei­ge­nen Kin­dern und En­keln hin­ter­lässt man ei­ne Welt, ge­prägt von Kli­ma­ka­ta­stro­phen, der per­ma­nen­ten Zer­stö­rung und des Auf­räu­mens oh­ne En­de. Dies ist al­les sehr är­ger­lich, wi­der­lich und ge­schmack­los. Die Rei­se der Mensch­heit geht im Schnell­zugs­tem­po Rich­tung Ab­grund. Ver­ant­wor­tungs­lo­se Po­li­ti­ker Wir Schwei­zer sind welt­weit die höchs­ten Ver­brau­cher fos­si­ler Ener­gi­en. Es wä­re nur rich­tig und ge­recht, uns Ver­brau­cher mit ei­ner Ab­ga­be auf dem Schad­stoff CO2 zu be­las­ten. Er­fah­runs­ge­mäss än­dert der Mensch sein Ver­hal­ten erst, wenn er es am Porte­mon­naie zu spü­ren be­kommt. Die von den Bür­ger­li­chen ge­for­der­ten Zer­ti­fi­ka­te sind in die­ser Äus­sern Sie sich zu ak­tu­el­len Bei­trä­gen in die­ser Zei­tung!

Aber bit­te be­ach­ten Sie: Le­ser­brie­fe soll­ten kurz und prä­gnant ver­fasst sein und 1000 An­schlä­ge (in­klu­si­ve Le­er­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Re­dak­ti­on be­hält sich vor, Le­ser­brie­fe zu kür­zen und zu re­di­gie­ren.

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Fo­to: Keystone

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