Ein Bub will end­lich äl­ter wer­den

Berner Zeitung (Stadt) - - Ma­ga­zin -

als Fan­ta­sy­ge­schich­te: Es lebt von den Hel­den, dem ge­schick­ten Phan­tom, dem knor­ri­gen Kaz und de­ren Freun­den. Die vie­len über­ra­schen­den Wen­dun­gen las­sen atem­los wei­ter­le­sen bis zum Fi­na­le.

Wor­um geht es?

Al­fie ist elf Jah­re alt. Seit über tau­send Jah­ren. Klingt nach ei­nem Traum? Für Al­fie ist es eher ein Alb­traum: Je­des Mal, wenn er end­lich ei­nen Freund fin­det, pas­siert das Glei­che: Der Freund kommt nach we­ni­gen Jah­ren in die Pu­ber­tät, wächst zum jun­gen Mann her­an, doch Al­fie bleibt ein Kind. Es fol­gen skep­ti­sche Nach­fra­gen, und Al­fie muss mit sei­ner Mut­ter, die eben­falls nie al­tert, weg­zie­hen. Schliess­lich lernt Al­fie in der heu­ti­gen Zeit Ai­dan und Ro­xy ken­nen, und sein gröss­tes Aben­teu­er be­ginnt. Das Buch ist ab­wech­selnd aus der Sicht von Al­fie und von Ai­dan ge­schrie­ben. Span­nend ist, wie völ­lig un­ter­schied­lich die bei­den han­deln, weil sie ei­nen an­de­ren Er­fah­rungs­ho­ri­zont ha­ben.

Für wen?

Für Kin­der und Ju­gend­li­che, die sich fra­gen, wie es wohl wä­re, nie­mals er­wach­sen zu wer­den. Und für al­le, die Ge­schich­ten mö­gen, die zu­gleich trau­rig und wit­zig sind.

Was ist be­son­ders gut?

Der bri­ti­sche Schrift­stel­ler Ross Wel­ford prä­sen­tiert «Der 1000-jäh­ri­ge Jun­ge» zum Glück nicht als ver­kapp­te Ge­schichts­stun­de. His­to­ri­sche Ein­spreng­sel und Er­klä­run­gen die­nen strikt der Hand­lung. Ross Wel­ford geht es vor al­lem um die Fra­ge, was Freund­schaft be­deu­tet. Und er zeigt, dass ewi­ges Le­ben in der Rea­li­tät Pro­ble­me mit sich brin­gen wür­de, an wel­che die meis­ten gar nicht den­ken. sich dar­auf, was ihm in den ver­blei­ben­den Mo­na­ten noch wich­tig ist: Freund­schaft. Das klingt ba­nal, aber Ste­phen King zeigt auf, wie wich­tig To­le­ranz und das Über­win­den ei­ge­ner Vor­ur­tei­le sind.

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