Das En­de der Welt naht

Berner Zeitung (Stadt) - - Magazin -

Wor­um geht es?

Va­ter Er­de ist wü­tend. Auf die Men­schen, die ihn schlecht be­han­deln. Des­halb tut er das­sel­be mit ihnen: Er plagt sie mit Vul­ka­nen und Erd­be­ben. Nur Men­schen, die zum Volk der Oro­ge­nen ge­hö­ren, ha­ben die Kraft, sol­che Erd­be­we­gun­gen zu ver­hin­dern. Da­für wer­den sie ge­fürch­tet und oft auch ge­tö­tet. Es­sun ist ei­ne von ihnen. Von ih­rem Le­ben vol­ler Lei­den und kur­zen Freu­den han­delt «Zer­ris­se­ne Er­de», das die ers­te Fol­ge ei­ner Tri­lo­gie bil­det. Das Buch be­ginnt da­mit, dass Es­suns Mann den ge­mein­sa­men Sohn tö­tet, als er her­aus­fin­det, dass die­ser ein Oro­ge­ne ist. Es­sun hat­te ver­schwie­gen, was sie ist.

Al­le, die es mys­tisch mö­gen. Das Buch ist in ei­ner be­schwö­re­ri­schen Spra­che ge­schrie­ben. Es­sun wird fol­gen­der­mas­sen ein­ge­führt:

Für wen?

«Du bist sie. Sie ist du. Du bist Es­sun. Er­in­nerst du dich? Die Frau mit dem to­ten Sohn.» Wie­der­holt wer­den auch die so­ge­nann­ten St­ein­weis­hei­ten er­wähnt: Sprü­che, die auf St­ei­ne ge­schrie­ben sind und de­ren Be­deu­tung of­fen­bleibt.

Die US-Au­to­rin No­ra K. Je­mi­sin schafft es, ei­ne fan­tas­ti­sche Welt auf­zu­bau­en, in der vie­les un­klar und ver­spon­nen ist, aber es wird nie eso­te­risch. Ihr Buch ist ein Fin­ger­zeig, zur Na­tur Sor­ge zu tra­gen. Die eng­li­sche Erst­fas­sung wur­de 2016 mit ei­nem Hugo-Award als bes­tes Fan­ta­sy­buch aus­ge­zeich­net.

Was ist be­son­ders gut?

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