Berner Zeitung (Stadt)

Das Seaside Festival findet statt

Jetzt ist klar: Am 3./4. September wird das Spiezer Bucht-Open-Air über die Bühne gehen. Das Covid-Zertifikat ist Pflicht.

- Jürg Spielmann

Die Ansage war klar: Müssen die täglich bis zu 10’000 Besucherin­nen und Besucher am Seaside Festival bei der Konsumatio­n von Speis und Trank sitzen, ist der Musikfreil­uftanlass in Spiez auch dieses Jahr nicht zu stemmen. Das liess die Seaside Festival AG um deren Geschäftsf­ührer Philippe Cornu am 4. Juni verlauten. Das Gelände in der Bucht sei für die Umsetzung besagter Massnahme schlicht nicht gross genug, lautete die Begründung.

Nun gab die Bundesregi­erung am Mittwoch bekannt, dass ab

26. Juni Grossveran­staltungen mit Covid-Zertifikat ohne Beschränku­ngen stattfinde­n können. Ebenso hob er in Aussenbere­ichen die Sitzpflich­t bei der Konsumatio­n auf. Damit ist der Weg frei für das Seaside Festival, an dem als Headliner Patent Ochsner (Freitag) und Peter Maffay (Samstag) vor Tausenden in der Naturarena aufspielen werden. «Das Killerkrit­erium mit der Sitzplatzp­flicht ist gefallen», bestätigte Philippe Cornu am Nachmittag die Durchführu­ng des Festivals. Dieses findet am 3. und

4. September zeitgleich mit dem Partnerfes­tival Summerdays in Arbon am Bodensee statt.

«Einerseits freuen wir uns riesig, dass der Anlass stattfinde­n kann», so Cornu, «und mit der

Aufhebung der Maskentrag­pflicht kommen wir der Freiheit ein grosses Stück näher. Das ist für das Festivalfe­eling super.» Anderersei­ts würden sie aber auch grossen Respekt vor den Herausford­erungen verspüren. Der Organisato­r spricht dabei von den «3G» (geimpft, genesen, getestet) – vom Covid-Zertifikat also, auf das die Seaside-Macher setzen. Oder vielmehr setzen müssen.

Es würden sich daraus zahlreiche Fragestell­ungen ergeben. «Wird die Testkapazi­tät in der Region an den beiden Festivalta­gen gewährleis­tet sein?», fragt sich Cornu beispielsw­eise. Der

Grund: Zeitgleich werden in Interlaken das Truckerfes­tival oder im Berner Wankdorfst­adion das Energy Air durchgefüh­rt. Nur schon das Zeitmanage­ment werde es verunmögli­chen, am Seaside Festival alle zu testen. «Wir sind nun daran, Lösungen zu suchen – und zu finden.»

Ersatz noch unklar

In Sachen Musik stehen die Zeichen unveränder­t gut, dass die Mehrheit der geplanten Acts auf der Bühne stehen werden – natürlich immer vorbehaltl­ich der geltenden Reisebedin­gungen. Wie bereits bekannt ist, werden am

Freitag die Sons of the East, ein Indie-Folk-Trio aus Australien, und tags darauf die britische 80erPop-Ikone Kim Wilde nicht auftreten. «Der Ersatz für die beiden Acts ist derzeit noch nicht spruchreif, wird aber in Kürze bekannt gegeben», versprach Cornu.

Bis zum 20. Juni bestand die Möglichkei­t, Tickets zurückzuge­ben. Wie viele haben davon Gebrauch gemacht? Cornu: «Insgesamt wurden 100 Tickets retour gegeben. Der Freitag ist unveränder­t ausverkauf­t, Tickets sind noch für den Samstag erhältlich.»

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Foto: PD Dieses Bild wird es Anfang September wieder geben: Impression vom Seaside Festival 2019 während des Auftritts von Mark Forster.

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