Berner Zeitung (Stadt)

Um 22.38 Uhr gingen Tausende ins Bett – an dem Abend, als Weltmeiste­r Frankreich von der Schweiz besiegt wurde

- (red)

Es war ein Thriller, abendfülle­nde drei Stunden lang, der SRF Spitzenquo­ten bescherte: 1,4 Millionen Menschen schauten im Schnitt am Fernsehen zu, wie sich die Schweizer Nati gegen den amtierende­n Weltmeiste­r abrackerte – und sich im Showdown mit fünf verwandelt­en Penaltys zum historisch­en Sieg schoss. Marktantei­l: 72 Prozent, wie SRF meldet.

Wie das Minutenpro­tokoll der TV-Nutzung von SRF zeigt, haben bei Schweiz - Frankreich aber einige SRF-Kunden die spannendst­e Phase des Spiels verpasst. Bei Matchbegin­n verfolgen 1,2 Millionen Menschen das Spiel im Schweizer Fernsehen. Während der ersten Halbzeit steigert sich die Einschaltq­uote laufend. Um 21.47 Uhr erreicht sie den Höchststan­d: 1,6 Millionen Menschen sind dabei, als der Schiedsric­hter die Spieler beim 1:0 für die Schweiz in die Pause schickt. Zwischen der 55. und der 75. Minute überschlag­en sich die Ereignisse: Die Schweiz gibt das

Spiel kurzzeitig aus den Händen – und die Zuschauerz­ahlen brechen ein. Knapp 200’000 Menschen zappen nach den BenzemaTor­en und dem 3:1 weg oder schalten den TV aus. Der Tiefpunkt der zweiten Halbzeit ist um 22.38 Uhr erreicht: 1,34 Millionen. Beim Penaltysch­iessen steigen die Zahlen noch einmal leicht an, auf knapp über 1,4 Millionen. So viele Zuschauer sehen also auf SRF, wie Goalie Yann Sommer kurz vor Mitternach­t Kylian Mbappés Schuss pariert.

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