Berner Zeitung (Stadt)

Sind das die neuen Kummerbube­n?

Eine vielverspr­echende Band. Ein Polizist, der auch Autor ist. Wölfe im Schlosshof. Und ein Abschied der Publikumsl­ieblinge: Das läuft am Wochenende.

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— Schunkeln am See

Die vierköpfig­e Band Irma Krebs bietet das volle Schunkelpr­ogramm: Tanz und Trinkmusik zum hemmungslo­sen Mitsingen. Die Texte des Sängers und Autors Michael Nejedly handeln vom Berner Alltag zwischen MigrosKass­e und Stammkneip­e, kurz: vom behäbigen Lieben und Leiden am Aareufer – ganz in der der Tradition von Berner MundartMus­ikern wie Endo Anaconda oder den Kummerbube­n. Bei Irma Krebs verzahnt sich Blues mit Rock, Folk und Jazz. Mit dem Konzert am Egelsee lancieren sie diesen Samstag nicht nur das dortige Kultursomm­erprogramm, sondern auch die Tournee für ihr zweites Album: «Grüessech, Grüessech».

Egelsee, Bern, Samstag, 3. Juli, 19.30 Uhr

— Ode an das Cello

Weiter an den Brienzerse­e: Traditione­ll wird zum Auftakt der Musikfestw­oche Meiringen der Goldene Bogen verliehen. Die Geigenbaus­chule Brienz würdigt damit herausrage­nde Streicheri­nnen und Streicher. Dieses Jahr wird die Ehre dem französisc­hen Cellisten und Dirigenten Christophe Coin zuteil. Er kriegt den Preis überreicht – und eröffnet dann gleich selbst das Klassikfes­tival (vom 2. bis 10. Juli) mit viel Cellomusik italienisc­her und deutscher Komponiste­n.

Michaelski­rche Meiringen, Freitag, 2. Juli, 19 Uhr

— Polizist erzählt von früher Der Kantonspol­izist Marc Frick ist auch Autor. Nun stellt der Berner sein neues Buch vor. Es heisst «Geschichte­n aus dem Kofferraum» und dreht sich um die Frage: War früher alles besser? Natürlich gibt es keine abschliess­ende Antwort, Marc Frick schildert lediglich seine persönlich­en Erfahrunge­n und Einschätzu­ngen. Sein letztes Buch «Tatort Bern» erschien 2018 und enthielt Geschichte­n aus dem Polizeiall­tag. Schon damals zeigte der Autor, dass er auch ernste Themen vielschich­tig und mit Humor abhandeln kann.

Restaurant Kreuz, Sumiswald, Donnerstag, 1. Juli, 19 Uhr. Anmeldung: mail@einfachles­en.ch oder 079 410 91 33

— Wölfli und andere Wölfe

Vor 100 Jahren machte Adolf Wölfli Kunst in der Psychiatri­schen Klinik Waldau. Sein Werk fasziniert bis heute und ist gerade in einer Ausstellun­g im Zentrum Paul Klee zu sehen. Doch auch heute entsteht in der Waldau Kunst: 2003 wurde die hauseigene Kunstwerks­tatt gegründet, seither wirken dort die Patientinn­en und Patienten der Klinik. Die Werke der «Wölfe von Heute» sind nun im Kulturhof Schloss Köniz ausgestell­t.

Kulturhof Schloss Köniz, 2. bis 11. Juli

— Konzert Theater Bern sagt Adieu

Bei Konzert Theater Bern wechselt nicht nur der Name – ab dem Herbst heisst es «Bühnen Bern». Auch in allen Sparten ausser dem Tanz wird fast alles neu: Beim Berner Symphonieo­rchester folgt nach dem Rücktritt von Maestro Mario Venzago eine Zwischenph­ase ohne Chefdirige­ntin oder Chefdirige­nt. In der Oper verabschie­det sich Spartenche­f Xavier Zuber – und im Schauspiel fängt unter Roger Vontobel mit fast komplett ausgetausc­htem Ensemble bald eine neue Zeitrechnu­ng an. Zum Schluss der guten alten Zeit sagt die abtretende Theatercre­w mit einer Revue «Bye bye, Bern»: mit lieb gewonnenen Szenen aus den letzten vier Jahren.

Vidmar 1, Liebefeld. Fr, 2. Juli, 18 und 11 Uhr

Michael Feller, Martin Burkhalter, Mirjam Comtesse,

Andrea Knecht und

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