Berner Zeitung (Stadt)

Debatte ums Bubenbergz­entrum

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Die eine Hälfte schwarz, die andere Hälfte rot – das Bubenbergz­entrum direkt beim Bahnhof Bern erinnert wegen seiner Fensterfro­nten nicht nur an die bekannten Büromöbel des Münsinger Hersteller­s USM. Die beiden Flächen, ebenfalls durch Profile fein gegliedert, strahlen auch eine Art Symmetrie aus.

Sie tun das zumindest heute noch, denn schon in den ersten Monaten des nächsten Jahres wird der rote Teil verschwind­en. Die SBB als Eigentümer­in ersetzen diesen Flügel durch einen Neubau, in den sie den neuen zweiten Hauptzugan­g zum ausgebaute­n Bahnhof integriere­n.

Über diesen Neubau wurde in der jüngeren Vergangenh­eit heftig gestritten. Die Debatten zeigten vor allem eins: Im Gegensatz zum ganz ähnlich gebauten Gemeindeha­us von Muri gilt das Bubenbergz­entrum als Schandflec­k.

Eine zentrale Rolle spielte die Nähe zum Altstadtpe­rimeter mit dem Burgerspit­tel, der Heiliggeis­tkirche und den Sandsteinz­eilen an der Spitalgass­e und am Hirschengr­aben. Es sei schade, hiess es allenthalb­en, dass der Charakter des Fremdkörpe­rs aus den 1960erJahr­en so erhalten bleibe, die Chance einer Stadtrepar­atur vertan sei.

Viel ruhiger ist es derweil um den ABM im Liebefeld. Noch, denn auch um dieses Gebäude und den angrenzend­en Brühlplatz wird es früher oder später Diskussion­en geben. Die geltenden Bauvorschr­iften erlauben hier den Bau eines knapp 40 Meter hohen Hochhauses. (skk)

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Foto: mos Das Bubenbergz­entrum beim Bahnhof Bern gilt als Bausünde.

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