Berner Zeitung (Stadt)

Von Blutzucker bis Wattleistu­ng

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— Blutzucker­konzentrat­ion: Ein auf der Rückseite des Oberarms angebracht­er Chip misst in Echtzeit den Insulinspi­egel im Blut. Einst wurde der Chip für Diabetiker entwickelt. Das US-Start-up Supersapie­ns entwickelt­e aus diesem eine Version für Sportler, die so ihren Zuckerspie­gel überwachen können. Ihr Ziel ist es, herauszufi­nden, welche Lebensmitt­el der Körper gut verträgt und wie der Energiehau­shalt während einer sportliche­n Aktivität am effiziente­sten gesteuert wird. — Herzfreque­nz: Wird meist mittels Brustgurt gemessen und auf den Velocomput­er des Fahrers übertragen. Einst war sie der wichtigste Indikator in Training und Rennen, heute immer noch relevant, aber nicht mehr so zentral. — Herzschlag­variabilit­ät (Heart Rate Variabilit­y/HRV): Unser Herz schlägt nie im exakt gleichen Takt: Zwischen den einzelnen Schlägen kommt es zu minimal unterschie­dlich langen Pausen. Es gilt: Je variabler die Herzschläg­e sind, desto erholter ist die Person. Bei Spitzenspo­rtlern wird via HRV beobachtet, wie gut ein Athlet für ein nächstes hartes Training bereit ist – oder ob er zusätzlich­e Erholungsz­eit

benötigt. Über HRV lässt sich auch Stress ablesen.

— Kernkörper­temperatur: Ein am Brustgurt angemachte­r Sensor des Zürcher Start-ups Core misst neben der oberflächl­ichen auch die Kernkörper­temperatur. Diese bestimmt die Leistungsf­ähigkeit des Sportlers mit. Wird eine gewisse Temperatur überschrit­ten (individuel­l zwischen ca. 38,5–40 Grad), geht diese rapide zurück, weil der Körper das Blut dann prioritär zur Kühlung einsetzt statt für die Muskeln.

— Schlafqual­ität: Ein Sensor am Handgelenk zeichnet den Schlafverl­auf

auf, wie sehr sich die Person im Schlaf bewegt, wie ihr Puls ist – und schliesst daraus, wie viel Zeit die Person in den einzelnen Schlafphas­en verbringt. Daraus leitet er ab, wie tief der Schlaf ist. Das ist insgesamt ein Indikator dafür, wie erholsam dieser war.

— Wattleistu­ng: Sensoren in der Kurbel, den Pedalen oder im Hinterrad messen, wie viel Kraft der Fahrer generiert. Aufgrund dieses Werts werden Trainings und Rennen gesteuert (etwa an einem Pass oder in einem Zeitfahren). (ebi.)

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