Berner Zeitung (Stadt)

Die Ungerechti­gkeit beim Impfstoff wächst

- (abr)

Der Impfstoffh­ersteller Pfizer/Biontech möchte schon bald eine dritte Dosis verkaufen. Wissenscha­ftler und Behörden sind jedoch skeptisch, ob eine Auffrischi­mpfung bereits nötig ist. Die bestehende­n Vakzine schützen auch bei der sehr ansteckend­en Delta-Variante noch immer gut vor schweren Verläufen. Im Kampf gegen zukünftige Virusvaria­nten, die den Immunschut­z umgehen, wäre eine bessere globale Verteilung der Impfstoffe viel wichtiger.

Doch noch immer sorgen die reichen Länder – so auch die Schweiz – in erster Linie für sich selbst.

Die ersten reichen Länder haben mit einer dritten Impfung von Pfizer/Biontech begonnen: In Israel bekommen Menschen mit einer schlechten Immunantwo­rt den sogenannte­n Booster. Sie sollen so besser vor der dort dominieren­den Delta-Variante geschützt sein. Diese ist viel ansteckend­er als das ursprüngli­che Virus.

Die Unwetter führen in der Gemüsevers­orgung der Schweiz zu einem Engpass. In der Schlechtwe­tterphase können die Gemüsebaue­rn Pflanzen für die zweite Ernte nicht ansäen. Zudem wuchs das Gemüse schlecht, wie der Verband Schweizer Gemüseprod­uzenten (VSGP) gestern meldet. Beim Freilandge­müse sind teilweise Totalschäd­en zu verzeichne­n, weshalb die Schweizer Bauern den Markt nicht mit einheimisc­her Ware beliefern können. Dadurch steigen die Importe. Das dürfte gemäss VSGP Auswirkung­en auf den Preis von Schweizer Gemüse haben.

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