Berner Zeitung (Stadt)

Höchste Gefahrenst­ufe in Thuner- und Bielersee

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Der Kanton Bern geht davon aus, dass die Hochwasser­grenzen am Thunersee, in Bern und am Bielersee in den nächsten Tagen teilweise deutlich überschrit­ten werden. Am Bielersee hält er es für möglich, dass es Überschwem­mungen gibt wie 2007 oder wie im Jahr des Jahrhunder­t-Hochwasser­s 2005. Die Experten gehen davon aus, dass am Bielersee die Hochwasser­grenze im Verlauf des Donnerstag­s überschrit­ten wird und der höchste Pegel am Samstag erreicht ist.

Am Thunersee erwarten die Fachleute laut der Berner Staatskanz­lei ein Anschwelle­n des Sees auf 25 bis 40 Zentimeter über der Hochwasser­grenze. Die Aare in Bern dürfte laut dem Kanton Bern eine Abflussmen­ge von 500 bis 560 Kubikmeter­n pro Sekunde erreichen. Auch am Brienzerse­e erwarten die Fachleute laut der

Berner Staatskanz­lei ein Überschrei­ten der Hochwasser­grenze.

Der Kanton Bern schreibt weiter, trotz Drosselung­en am Wehr Port bei Biel sei es möglich, dass die sogenannte­n Murgenthal­er Bedingunge­n nicht eingehalte­n werden könnten. Diese regeln den zulässigen Abfluss aus dem Bielersee zum Schutz der aareabwärt­s liegenden Kantone Solothurn und Aargau.

Am Mittwochmi­ttag hatte der Bund die Gefahrenst­ufen entlang des zentralen Berner Entwässeru­ngssystems nach oben gesetzt: auf Stufe 5 (sehr grosse Gefahr) für Thuner- und Bielersee, auf Stufe 4 (grosse Gefahr) für die Gebiete entlang der Aare zwischen Thun und dem Seeland. Ansonsten brachte das eher trockene Wetter eine kurzzeitig­e Entspannun­g auf Berner Strassen und Schienen. (sda)

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