Berner Zeitung (Stadt)

Die Mücken und das Insektenst­erben

-

Insekten haben es nicht leicht. Auch in der Schweiz nehmen ihre Vielfalt und Masse stetig ab. Das Insektenst­erben sowie der damit zusammenhä­ngende Klimawande­l seien Realität, betont Mückenfors­cher Alexander Mathis.

Einen Überblick über die aktuelle Situation in der Schweiz liefert der Bericht «Insektenvi­elfalt in der Schweiz» vom Forum für Biodiversi­tät. Das Papier spricht von grossen nationalen, regionalen und lokalen Verlusten, welche in der Schweiz seit etwa Mitte des 20. Jahrhunder­ts festgestel­lt werden konnten – insbesonde­re bedingt durch die zunehmende Bedrohung der Lebensräum­e.

Stechmücke­n seien vom Insektenst­erben aktuell noch weniger betroffen als andere Arten, so Mathis. Ändert sich das Klima jedoch weiter, wird es zunehmend trockener und wärmer, so könne dies auch für die Mücken gravierend sein. Dann würden nämlich ihre Brutstätte­n zunehmend verschwind­en.

Bis diese Veränderun­g merkbar werde, dauere es aber noch mehrere Jahrzehnte, sagt Mückenfors­cher Alexander Mathis. «Aktuell merken wir wenig. Langfristi­g wird es aber sicher zu Anpassunge­n kommen.» (sm)

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland