Zwei­te Me­dail­le zum Ab­schluss

BZ Langenthaler Tagblatt - - Sport -

Micha­el Schmid holt an der WM in Pl­ov­div im Leicht­ge­wicht-Ei­ner die Sil­ber­me­dail­le. Jean­ni­ne Gme­lin greift am Sonn­tag nach Gold.

Micha­el Schmid hat an den Welt­meis­ter­schaf­ten im bul­ga­ri­schen Pl­ov­div im nicht olym­pi­schen Leicht­ge­wicht-Ei­ner die Sil­ber­me­dail­le ge­won­nen. Mit dem 2. Rang hol­te Schmid ge­mäss ei­ge­ner Aus­sa­ge das Op­ti­mum her­aus. Zwi­schen 500 und 1000 Me­tern stiess er vom 4. auf den 3. Platz vor, auf dem drit­ten Stre­cken­vier­tel mach­te er ei­ne wei­te­re Po­si­ti­on gut. Der Top­fa­vo­rit Ja­son Os­bor­ne war je­doch ei­ne Klas­se für sich und do­mi­nier­te das Ren­nen von A bis Z. Zwar ver­kürz­te Schmid den Rück­stand ge­gen­über dem Deut­schen auf dem drit­ten 500er, der sehr schnell ge­star­te­te Os­bor­ne ver­moch­te aber noch ein­mal zu re­agie­ren und sieg­te mit ei­nem Vor­sprung von 1,98 Se­kun­den.

«Ich bin froh, dass die Sai­son so gut ge­en­det hat», sag­te Schmid. Zwar war er in die­sem Jahr nie schlech­ter als Zwei­ter und ge- wann am Welt­cup­fi­nal auf dem Rot­see so­wie an den Eu­ro­pa­meis­ter­schaf­ten in Glas­gow, die Vor­be­rei­tung war aber «nicht die ein­fachs­te». So er­litt Schmid drei Wo­chen zu­vor ei­nen Mus­kel­fa­ser­riss im La­tis­si­mus (brei­ter Rü­cken­mus­kel). Des­halb trai­nier­te er mit Schmer­zen wei­ter. Im Ren­nen be­hin­der­te ihn die Ver­let­zung al­ler­dings nicht stark. «Ich konn­te es gut aus­blen­den», sag­te Schmid.

Mit der zwei­ten WM-Me­dail­le im Leicht­ge­wicht-Ei­ner nach Bron­ze 2014 geht für Schmid ein Ka­pi­tel zu En­de. Der Dok­to­rand am In­sti­tut für Sport­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Bern be­stritt in Pl­ov­div sei­ne letz­ten Ren­nen in der Leicht­ge­wich­tKa­te­go­rie, in der im Ei­ner das ma­xi­ma­le Ge­wicht 72,5 Ki­lo be­tra­gen darf. Schmid wird auf der Home­page des Welt­ver­ban­des mit ei­nem Ge­wicht von 75 Ki­lo auf­ge­führt, er muss­te al­so stark dar­auf schau­en, die Li­mi­te nicht zu über­schrei­ten. «Ich hat­te in den letz­ten zwei, drei Jah­ren vie­le kör­per­li­che und ge­sund­heit­li­che Pro­ble­me», be­grün­de­te Schmid den Wech­sel. Vor­erst aber ist Kraft­trai­ning an­ge­sagt. Da­mit be­ginnt er in zwei Wo­chen. Schliess­lich lo­cken die Olym­pi­schen Spie­le 2020 in Tokio.

Gme­lin im A-Fi­nal

Mit Ti­tel­ver­tei­di­ge­rin Jean­ni­ne Gme­lin im Ei­ner und dem Dop­pel­zwei­er Ro­man Röös­li / Barn­abé Delar­ze qua­li­fi­zier­ten sich am Frei­tag zu­dem zwei Schwei­zer Boo­te für die A-Fi­nals. Gme­lin hat­te ei­nen har­ten Halb­fi­nal er­war­tet, meis­ter­te die Hür­de aber sou­ve­rän. Die 28-Jäh­ri­ge aus Us­ter, bei Renn­hälf­te nach 1000 Me­tern noch auf Platz 2 klas­siert, ge­wann mit ei­nem Vor­sprung von 1,54 Se­kun­den auf die Ame­ri­ka­ne­rin Kara Koh­ler. «Es war ein gu­ter Fort­schritt ge­gen­über dem Vor­lauf», sag­te Gme­lin. «Ich fand rasch mei­nen Rhyth­mus, den ich bis am Schluss kon­trol­liert durch­zie­hen konn­te». Für den Fi­nal vom Sonn­tag zeich­net sich ein pa­cken­des Du­ell mit Sa­ni­ta Pu­spu­re ab – die Irin setz­te sich in be­ein­dru­cken­der Ma­nier im an­de­ren Halb­fi­nal durch. Gme­lin: «Ich weiss, dass ich noch ei­ne Schip­pe zu­le­gen kann.» sda

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