Am Saal nicht in­ter­es­siert

BZ Langenthaler Tagblatt - - Vorderseite -

Der Auf­trag der letz­ten Ge­mein­de­ver­samm­lung an den Ge­mein­de­rat war ei­gent­lich klar: Er soll ihr den Kauf des Städt­li­saals des Gast­ho­fes Klei­ner Prinz an der nächs­ten Ver­samm­lung un­ter­brei­ten. Doch wenn sich die Stimm­be­rech­tig­ten am 5. De­zem­ber wie­der ver­sam­meln, wird Ge­mein­de­prä­si­dent Wal­ter Rohr­bach (BDP) sie bloss in­for­mie­ren. Denn für ei­nen Kauf ist die Ver­samm­lung gar nicht zu­stän­dig, die­ser Ent­scheid muss an der Ur­ne fal­len.

Der Ge­mein­de­rat will je­doch gar nicht kau­fen, das hat­te er be­reits vor der letz­ten Ver­samm­lung klar­ge­macht. Er ver­weist auf sei­ne Lie­gen­schafts­stra­te­gie: Ge­bäu­de im Fi­nanz­ver­mö­gen will er ab­stos­sen und kei­ne neu­en er­wer­ben. Im Mo­ment geht er da­von aus, dass ein Käu­fer des his­to­ri­schen Gast­ho­fes an ei­ner öf­fent­li­chen Nut­zung des Saa­les in­ter­es­siert ist, weil die Ge­mein­de die­se ent­schä­digt. Soll­te der Saal an­ders ge­nutzt wer­den, ge­be es in der Re­gi­on ge­nug Al­ter­na­ti­ven.

(jr)

Obe­ra­ar­gau Die re­gio­na­le Ar­beits­grup­pe Sport un­ter­stützt jun­ge Ta­len­te: Ei­ne Ein­zel­sport­le­rin und ei­ne Mann­schaft.

Die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen dem Don­ners­tag-Club und dem Hutt­wi­ler Club 88 un­ter der Füh­rung der re­gio­na­len Ar­beits­grup­pe Sport trägt ers­te Früch­te: Neu dür­fen Ski­fah­re­rin Da­ria Zur­lin­den so­wie die Ju­nio­rin­nen des Hand­ball­ver­eins Her­zo­gen­buch­see auf fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung zäh­len. Die 14-jäh­ri­ge Nie­der­bip­pe­rin er­hält 1000 Fran­ken jähr­lich, und das drei Jah­re lang. Die Buch­se­rin­nen wer­den mit 3000 Fran­ken eben­so lan­ge un­ter­stützt. «Wir hal­ten Augen und Oh­ren of­fen für wei­te­re Vor­schlä­ge», so Fritz Ae­bi, Prä­si­dent der Ar­beits­grup­pe Sport.

Das Re­gle­ment für das Obe­ra­ar­gau­er Nach­wuchs­la­bel ist im Som­mer ver­ab­schie­det wor­den, wie Ae­bi am 5. Sport­fo­rum in­for­mier­te. Es sieht vor, jun­ge Ta­len­te im Al­ter zwi­schen 14 und 20 Jah­ren fi­nan­zi­ell un­ter die Ar­me zu grei­fen (wir be­rich­te­ten). Fritz Ae­bi be­ton­te in­des, dass für das För­der­pro­gramm nur jun­ge Sport­le­rin­nen und Sport­ler mit ei­nem ge­wis­sen Ni­veau in­fra­ge kä­men. So wer­de si­cher­ge­stellt, dass das Geld am rich­ti­gen Ort in­ves­tiert wer­de.

So­li­da­ri­tät soll spie­len

«In­fra­struk­tur ist kom­mu­nal – die Nut­zung aber re­gio­nal.» Un­ter dem Ti­tel stell­te Red­ner Rai­ner Gilg, Ge­schäfts­füh­rer der BPM Sports Gm­bH, ein Fi­nan­zie­rungs­kon­zept für Sport­stät­ten vor. Er zeig­te auf, dass die Stand­ort­ge­mein­den, et­wa je­ne ei­nes Hal­len­ba­des, im Ver­hält­nis häu­fig zu ho­he Kos­ten tra­gen müss­ten. Kom­me doch der Gross­teil der Nut­zer oft­mals aus den um­lie­gen­den Or­ten. Bei ei­nem lau­fen­den Pro­jekt in der Ost­schweiz soll dem nun Rech­nung ge­tra­gen wer­den. Al­le Ge­mein­den der Re­gi­on sol­len sich dort an den Kos­ten ei­nes Schwimm­bads be­tei­li­gen. Der­zeit wer­den die Wohn­ge­mein­den der Ba­de­gäs­te er­ho­ben. «Die Be­woh­ner aus Ort­schaf­ten, die sich nicht an der Fi­nan­zie­rung be­tei­li­gen, müs­sen dann mehr Ein­tritt be­zah­len», führ­te Gilg aus. So soll ei­ne Droh­ku­lis­se ge­schaf­fen wer­den, um die Ge­mein­den doch noch vom Ein­tritt in den Ver­bund über­zeu­gen zu kön­nen. «Mit ei­ner an­fäng­li­chen Un­zu­frie­den­heit muss man rech­nen, letzt­lich steckt aber die So­li­da­ri­tät da­hin­ter.» Er hof­fe, dass auch im Obe­ra­ar­gau wei­ter­ge­dacht wer­de, so Rai­ner Gilg. Denn: «Nur mit ei­ner über­re­gio­na­len Trä­ger­schaft ist es mög­lich, sport­li­che In­fra­struk­tur zu si­chern und zu ent­wi­ckeln.»

(bey)

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.