Na­tio­na­li­tät von Straf­tä­tern bleibt tabu

Po­li­zei und Staats­an­walt­schaft nen­nen die Her­kunft von Kri­mi­nel­len wei­ter­hin nicht.

BZ Langenthaler Tagblatt - - Region -

be­kannt, dass die Mo­ti­on so nicht um­setz­bar sei. «Ein ex­ter­nes Gut­ach­ten kam zum Schluss, dass der Gros­se Rat nicht be­fugt ist, die In­for­ma­ti­ons­pra­xis der Staats­an­walt­schaft ge­setz­lich zu re­geln», schrieb die Re­gie­rung in ei­ner Mit­tei­lung. Des­we­gen kön­ne die For­de­rung des Kan­tons­par­la­ments, in Po­li­zei­mel­dun­gen die Na­tio­na­li­tät der Straf­tä­ter kon­se­quent zu nen­nen, aus recht­li­chen Grün­den nicht er­füllt wer­den. Der Re­gie­rungs­rat emp­fiehlt dem Par­la­ment, die Mo­ti­on un­er­füllt ab­zu­schrei­ben.

Pi­kan­tes De­tail: Po­li­zei­di­rek­tor Phil­ip­pe Mül­ler (FDP) war sei­ner­zeit als Gross­rat ei­ner der Mit­un­ter­zeich­ner der Mo­ti­on. «Ich ha­be Sym­pa­thi­en für das An­lie­gen. Es sind mir mo­men­tan je­doch die Hän­de ge­bun­den», recht­fer­tigt er sich.

Al­len­falls könn­te die SVP, falls ihr das The­ma wich­tig ge­nug ist, ei­ne An­pas­sung des kan­to­na­len In­for­ma­ti­ons­ge­set­zes an­stre­ben. Ob sie das tun wird, wuss­te Mo­tio­nä­rin Andrea Gschwend (Kalt­a­cker) ges­tern noch nicht. Sie wol­le zu­erst die nächs­ten Sit­zun­gen der Si­cher­heits­kom­mis­si­on ab­war­ten.

«Ge­ne­rell liegt das Haupt­pro­blem da­rin, dass es der Staats­an­walt­schaft schlicht am gu­ten

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.