Bern be­steu­ert Mit­tel­stand wie Rei­che

Steu­er­be­las­tung Der Kan­ton Bern ist gross, aber gu­te Steu­er­zah­ler sind rar. Auch ist der An­teil der Un­ter­neh­mens­steu­ern klein.

BZ Langenthaler Tagblatt - - Vorderseite -

Die Lis­te schö­ner In­ves­ti­ti­ons­vor­ha­ben, die den wirt­schaft­lich mit­tel­präch­ti­gen Kan­ton Bern vor­an­brin­gen sol­len, ist lang. Prä­sen­tiert hat sie die Ber­ner Kan­tons­re­gie­rung ver­gan­ge­ne Wo­che, als sie ih­re Stra­te­gie­zie­le 2022 vor­stell­te. All die­se Plä­ne ste­hen und fal­len aber mit Mehr­ein­nah­men. Wo­her die­se kom­men sol­len, ist ei­ne Ber­ner Kern­fra­ge. Denn der viel­ge­stal­ti­ge Kan­ton mit sei­ner de­zen­tra­len, kost­spie­li­gen In­fra­struk­tur steckt in ei­nem ei­gent­li­chen Steu­er­di­lem­ma. Trotz ver­gleichs­wei­se ho­her Steu­er­be­las­tung sind sei­ne Steu­er­ein­nah­men un­ter­durch­schnitt­lich.

Ein Ver­gleich der Ber­ner Kan­tons­steu­ern mit de­nen von Nach­bar­kan­to­nen zeigt Ber­ner Ei­gen­hei­ten auf: Weil gu­te Steu­er­zah­ler zwar im Kan­ton Bern ar­bei­ten, aber gern gleich jen­seits der Ber­ner Kan­tons­gren­ze woh­nen, wird schon der obe­re Ber­ner Mit­tel­stand pro­zen­tu­al so be­steu­ert wie in an­de­ren Kan­to­nen Wohl­ha­ben­de und Rei­che. Die na­tür­li­chen Personen wer­den im Bern­biet auch des­halb stark be­las­tet, weil der An­teil der Un­ter­neh­men an den Kan­tons­steu­ern mit bloss 10,9 Pro­zent tief ist. Mit 15 Pro­zent über­durch­schnitt­lich hoch ist da­für der Ber­ner An­teil von Steu­er­pflich­ti­gen, die gar kei­ne Steu­ern zahlen. Der Un­ter­neh­mer Ru­dolf Stämpf­li sieht des­halb ei­nen Fehl­an­reiz: «Gu­te Steu­er­zah­ler wer­den im Kan­ton Bern ab­ge­schreckt, we­ni­ger gu­te an­ge­zo­gen.»

Hei­men­hau­sen An sei­ner ers­ten Sit­zung im neu­en Jahr hat der Ge­mein­de­rat von Hei­men­hau­sen die Res­sorts an die Amts­trä­ger ver­teilt. Wie be­reits be­kannt war, über­nimmt Clau­dia Stef­fen das Ge­mein­de­prä­si­di­um. Neu­er Vi­ze­prä­si­dent ist Tho­mas Krä­hen­bühl, der gleich­zei­tig dem Res­sort Stras­sen, öf­fent­li­che Si­cher­heit, Land­wirt­schaft und Ge­wäs­ser vor­steht. Die bei­den wei­te­ren Bis­he­ri­gen Ani­ta Lü­thi und Urs Schaad ver­blei­ben in ih­ren Res­sorts: Lü­thi zeich­net für Bil­dung, Kul­tur, Frei­zeit und Ge­sund­heit ver­ant­wort­lich und Schaad für Bau, Pla­nung, Ver­und Ent­sor­gung. Der im De­zem­ber frisch ge­wähl­te Phil­ip­pe Staub wird die Fi­nan­zen, Lie­gen­schaf­ten und die so­zia­le Wohl­fahrt über­neh­men.

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