«Das ist si­cher un­ge­nü­gend»

SC Bern Cap­tain Si­mon Mo­ser be­klagt nach dem 0:3 ge­gen Zug die In­ef­fi­zi­enz im Po­wer­play.

BZ Langenthaler Tagblatt - - Sport -

0:3 im Spit­zen­kampf ge­gen Zug. Wes­halb reich­te es nicht zum Sieg?

Die Par­tie war aus­ge­gli­chen, aber wir schos­sen kei­ne To­re. Vor al­lem im Po­wer­play nutz­ten wir un­se­re Mög­lich­kei­ten nicht aus. Die Zu­ger hin­ge­gen schos­sen das ers­te Tor in Über­zahl, sie wa­ren ins­ge­samt et­was ef­fi­zi­en­ter. Das war ent­schei­dend.

Die Schei­be schien im Po­wer­play gut zu lau­fen, hoch­ka­rä­ti­ge Chan­cen re­sul­tier­ten aber sehr we­ni­ge. Wes­halb?

Um die­se Fra­ge ab­schlies­send zu be­ant­wor­ten, müss­te ich mir das zu­erst im De­tail an­se­hen. Was ich aber schon sa­gen kann: Wir wa­ren et­was zu sta­tisch, zu vie­le un­se­rer Schüs­se gin­gen da­ne­ben oder wur­den ge­blockt, da­her konn­ten wir zu we­ni­ge Re­bounds er­zwin­gen. Am En­de wur­de es et­was bes­ser, aber: Kein Tor bei so vie­len Po­wer­play-Mög­lich­kei­ten, das ist si­cher un­ge­nü­gend.

Der SCB ge­winnt meis­tens dank star­ken Leis­tun­gen in der De­fen­si­ve, To­re schiesst er aber für ein Spit­zen­team nur we­ni­ge. Woran liegt das?

Es ist merk­wür­dig: Es ge­lingt meis­tens nur ei­ner Sturm­li­nie, Ak­zen­te zu set­zen. Ei­ne Zeit lang war das un­se­re Li­nie ge­we­sen, zu­letzt je­ne von Gaë­tan Haas, bei der ge­gen Zug Tris­tan Scherw­ey früh aus­fiel. Es darf nicht sein, dass im­mer nur ei­ne Li­nie heiss ist. Wir müs­sen es hin­krie­gen, dass al­le vier Li­ni­en ge­fähr­lich sind.

Zu­min­dest zwei Drit­tel lang war die In­ten­si­tät sehr hoch. War der Match ge­gen Zug ein Vor­ge­schmack auf die Play­offs?

Ja, es war wirk­lich ein gu­tes Spiel und da­her ein Vor­ge­schmack auf die Play­offs: Es wur­de hart ge­kämpft, die Checks wur­den fer­tig­ge­macht, es war hit­zig. Lei­der wa­ren die Zu­ger kalt­blü­ti­ger als wir.

Vor­ent­schei­dend war der ers­te Tref­fer. Sie hat­ten in die­ser Sze­ne kei­nen Stock.

Je­ner von Beat Ger­ber brach, des­halb gab ich ihm mei­nen.

Beim 1:0 kam ei­ni­ges an Pech zu­sam­men, Da­rio Si­mi­on lenk­te den Puck mit dem Fuss ins Netz.

Das stimmt, aber du musst eben auch sol­che To­re ma­chen. Die Zu­ger gin­gen vors Tor und sorg­ten für Ablen­ker – das hat bei uns im Po­wer­play ge­fehlt.

Vor der Sai­son hat­te man den EV Zug nicht als Lea­der er­war­tet. Was zeich­net die Mann­schaft aus?

Die Zu­ger spie­len sehr so­lid, sie ma­chen we­nig Feh­ler, die Ver­tei­di­ger sind im Um­gang mit der Schei­be ru­hig und lan­cie­ren die Stür­mer gut. Und vor­ne set­zen die klei­nen, wen­di­gen An­grei­fer die geg­ne­ri­schen Ver­tei­di­ger un­ter Druck. Zu­dem ist das Po­wer­play gut. (ädu)

Fo­to: Ra­pha­el Mo­ser

Si­mon Mo­ser.

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