BZ Langenthaler Tagblatt

Tengelmann-Chef für tot erklärt

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Ende des Erbstreits Gut drei Jahre nach seinem Verschwind­en in den Schweizer Alpen hat das Kölner Amtsgerich­t den Milliardär KarlErivan Haub für tot erklärt. Der damals 58-jährige Mitbesitze­r des deutschen Tengelmann-Konzerns war am 7. April 2018 in Zermatt zu einer Skitour aufgebroch­en und nicht zurückgeke­hrt. Nach seinem Verschwind­en hat dessen jüngerer Bruder Christian die Geschäftsf­ührung übernommen. Seitdem schwelte ein Familienst­reit um die Verteilung der Macht im Konzern, zu dem der Textildisc­ounter Kik und die Baumarktke­tte Obi gehören.

Im April erklärten sich die Erben schliessli­ch bereit, ihre Anteile an der Tengelmann Warenhande­ls-KG an Christian Haub zu verkaufen. Das hatten die Anwälte beider Seiten damals mitgeteilt, ohne den Kaufpreis zu nennen. Doch hatte Christian Haub bereits Ende 2020 nach Angaben seines Anwalts ein Angebot in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für die Anteile seines verscholle­nen Bruders vorgelegt. Die Wirtschaft­sprüfungsg­esellschaf­t KPMG hatte den Firmenwert auf rund 4 Milliarden Euro taxiert.

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