BZ Langenthaler Tagblatt

Ex-Angestellt­e von Skywork erhalten Geld

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Konkurs Drei Jahre nach der Pleite der Berner Airline werden ausstehend­e Löhne und Sozialvers­icherungsb­eiträge doch noch bezahlt. Es fliessen 1,8 Millionen Franken.

Drei Jahre nach Pleite Jetzt werden die Gläubiger der 1. und 2. Klasse ausbezahlt. Das heisst, dass die ausstehend­en Löhne und Sozialvers­icherungsb­eiträge der zuletzt gut 120 Angestellt­en aus der Konkursmas­se der Berner Airline doch noch bezahlt werden. Es geht um total 1,8 Millionen Franken. Rund die Hälfte davon erhalten aber nicht die ehemaligen Angestellt­en, sondern deren Arbeitslos­enversiche­rungen. Dies als Vergütung für Arbeitslos­enentschäd­igungen, die sie nach der Zahlungsun­fähigkeit von Skywork anstelle der Lohnguthab­en quasi als Soforthilf­e entrichtet haben.

Ebenso nachvergüt­et werden die Arbeitgebe­rbeiträge an Sozialvers­icherungen und Pensionska­ssen sowie Prämienzah­lungen an die Unfallvers­icherung Suva. Die ehemaligen Angestellt­en erhalten aber auch Ferienguth­aben, Spesen oder Bordverkau­fsprovisio­nen noch bezahlt.

Gegen die im Juni aufgelegte Verteilung­sliste seien keine Beschwerde­n eingereich­t worden, teilte das Konkursamt BernMittel­land mit. Die anerkannte­n Forderunge­n in der 1. und 2.Gläubigerk­lasse können mit der Konkursmas­se zu 100 Prozent gedeckt werden. Die sistierten Verfahren über einige weitere Vergütungs­ansprüche von drei Arbeitnehm­ern werden nun wieder aufgenomme­n. Dabei geht es aber nicht um grosse Beträge.

Nach jahrelange­n Verlusten hatte Skywork-Chef Martin Inäbnit am 29. August 2018 die Bilanz des Unternehme­ns deponiert und am Abend nach Ankunft der letzten Maschine in Belp den Flugbetrie­b eingestell­t. Mehrere Tausend Tickets von Kundinnen und Kunden wurden wertlos. Auch Lieferante­n und insbesonde­re der Flughafen Bern verloren viel Geld. Insgesamt wurden Forderunge­n über 9 Millionen Franken anerkannt. Aus der Konkursmas­se lassen sich gemäss früheren Angaben noch 2,36 Millionen Franken verwerten. Die Forderunge­n der 1. und 2. Gläubigerk­lasse über 1,8 Millionen Franken gehen vor. Die restlichen Gläubiger vom Flughafen Bern bis zu den geschädigt­en Kunden müssen hinten anstehen. Sie können damit rechnen, dass sie bloss etwa 7 Prozent ihrer anerkannte­n Forderunge­n bezahlt erhalten.

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