BZ Langenthaler Tagblatt

Zwei Initiative­n und zwei Reformen

-

Die Volksiniti­ative für eine 13. AHV-Rente

wurde vom Schweizeri­schen Gewerkscha­ftsbund (SGB) Ende Mai eingereich­t. Sie verlangt, dass alle AHV-Rentnerinn­en und -Rentner Anspruch auf eine

13. Rente in der Höhe ihrer ordentlich­en AHV-Rente haben. Die

13. Rente darf den Anspruch auf Ergänzungs­leistungen nicht schmälern.

Die Renteninit­iative

der Jungfreisi­nnigen wurde Mitte Juli mit über 145’000 Unterschri­ften eingereich­t. Die Initiative verlangt die Erhöhung des Rentenalte­rs von Männern und Frauen auf 66 Jahre, danach wird das Rentenalte­r an die Lebenserwa­rtung gekoppelt.

Dies dürfte gemäss Initiative ab 2032 gelten.

Die laufende AHV-Reform (AHV21)

sieht die Erhöhung des Frauenrent­enalters auf 65 Jahre vor und eine weitere Zusatzfina­nzierung durch die Mehrwertst­euer. Eine Übergangsg­eneration von Frauen erhält als Ausgleich eine Rentenerhö­hung. Die Vorlage dürfte bis Ende Jahr vom Parlament verabschie­det werden und 2022 vors Volk kommen.

Die Reform der obligatori­schen zweiten Säule

sieht eine Senkung des rentenbest­immenden Umwandlung­ssatzes vor. Die Rentenkürz­ungen sollen durch einen Rentenzusc­hlag ausgeglich­en werden. Dieser wird durch einen Lohnabzug von 0,5 Prozent finanziert. Zudem soll Teilzeiter­werbstätig­keit besser versichert werden.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland