per­son ort ding Micha­el Ch­a­bons Lieb­lings­ort

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Micha­el Ch­a­bon, was ist Ihr Lieb­lings­ort?

Mein klei­nes Ate­lier hin­ter un­se­rem Som­mer­haus in Brook­lin, Mai­ne.

Was macht den Ort aus?

Mei­ne Frau und ich ha­ben je ein klei­nes, iden­ti­sches Stu­dio hin­ter dem Haus bau­en las­sen. Es sind ein­fa­che, vier­ecki­ge Räu­me, ver­bun­den nur durch ein Ba­de­zim­mer. Wir ha­ben al­so ein ge­mein­sa­mes Bad und ge­trenn­te Schreibräu­me. Für mich ist das der per­fek­te Ort der Welt.

Wie sind die Nach­barn?

Ei­ne gu­te Mi­schung aus Künst­lern und Bau­ern. Man schaut zu­ein­an­der und lässt sich doch in Ru­he. Wir le­ben ja die meis­te Zeit in Ber­ke­ley in Ka­li­for­ni­en, und Brook­lin ist da­zu der per­fek­te Aus­gleich ...

Wel­che Schrei­b­rou­ti­nen ha­ben Sie dort oben?

Ich ar­bei­te nachts. Und dort ist es sehr, sehr still – das Ein­zi­ge, was du hörst, sind ein paar Tie­re, Frö­sche und ver­ein­zelt Ko­jo­ten. Und in den frü­hen Mor­gen­stun­den hö­re ich dann die ers­ten Vö­gel.

Für vie­le Schrift­stel­ler be­deu­tet das Schrei­ben Be­ru­fung und Fluch zu­gleich. Wie ist es bei Ih­nen: Schrei­ben Sie ei­gent­lich gern?

Es ist im­mer ei­ne Über­win­dung, aber wenn ich mich end­lich hin­ge­setzt ha­be, wenn die Sät­ze erst lang­sam und dann im­mer schnel­ler kom­men, dann ge­nies­se ich es wie nichts an­de­res.

Micha­el Ch­a­bons jüngs­tes Buch «Moon­glow» (Kie­pen­heu­er & Witsch) er­zählt die Ge­schich­te sei­nes fik­ti­ven Gross­va­ters. Nächs­te Wo­che er­zählt er von sei­nem Lieb­lings­buch.

Ge­sprächmi­ka­el KROGERUS

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