Per­son ort ding

Micha­el Ch­a­bons Lieb­lings­buch

Das Magazin - - News - Micha­el Ch­a­bon ist ei­ner der wich­tigs­ten Us-schrift­stel­ler der Ge­gen­wart. Nächs­te Wo­che er­zählt die Schau­spie­le­rin Bar­ba­ra Au­er von ih­rem Lieb­lings­men­schen. Ge­sprächmi­ka­el KROGERUS Micha­el ch­a­bon

Micha­el Ch­a­bon, ha­ben Sie ein Lieb­lings­buch?

Nein, da gibt es nicht nur ei­nes … Aber De­nis John­sons «Train Dreams» lie­be ich sehr.

Wor­um geht es in dem Buch?

John­son er­fasst das gan­ze Le­ben ei­nes Man­nes auf un­heim­lich we­ni­gen Sei­ten – und dem Mann pas­siert viel!

Wie oft ha­ben Sie es ge­le­sen?

Oft! Wo­bei es auch sehr schmal ist, man braucht viel­leicht zwei St­un­den da­für.

Wie hat das Buch Ihr ei­ge­nes Werk be­ein­flusst?

Ich hat­te «Train Dreams» mal wie­der ge­le­sen, kurz be­vor ich mit «Moon­glow» an­fing, und ich dach­te so­fort: Kann ich das auch ma­chen? Kann ich ei­nen Mann be­schrei­ben, des­sen Le­ben das ge­sam­te 20. Jahr­hun­dert er­füllt, be­gin­nend in den 1920ern und en­dend ir­gend­wo in den 1980ern? Und könn­te ich es auf so we­ni­gen Sei­ten er­fas­sen?

Ihr Buch hat über 500 Sei­ten …

Rich­tig, die Ant­wort ist: Ich ha­be es nicht ge­schafft (lacht). Et­was an­de­res, was ich an «Train Dreams» lie­be, ist John­sons Auf­merk­sam­keit für die vie­len De­tails ei­nes Ar­beits­pro­zes­ses. Die Haupt­per­son ist ein Brü­cken­bau­er im Nord­wes­ten Ame­ri­kas, und John­son be­schreibt mit gros­ser Ge­nau­ig­keit die Schwie­rig­keit und Ele­ganz des Brü­cken­bau­ens.

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