per­son ort Ding

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Bar­ba­ra Au­ers Schreib­tisch

Bar­ba­ra Au­er, wel­ches Ding be­schäf­tigt Sie stark?

Mein Schreib­tisch – der ist rie­sig, ex­tra an­ge­fer­tigt und aus schöns­tem Holz, aber so zu­ge­müllt: für mich ein ein­zi­ger Vor­wurf ! Mein Sohn macht die Tür zu mei­nem Zim­mer zu, weil er sich vor Freun­den schämt, und er ist fünf­zehn.

Was al­les liegt her­um?

Hau­fen­wei­se Pa­pie­re: Brie­fe, die ich seit Jah­ren be­ant­wor­ten müss­te; Hef­te, Bank­post; Ge­schen­ke, für Freun­de ge­kauft und dann ver­ges­sen; St­ei­ne, Fe­dern – ich schaf­fe es nicht, et­was or­dent­lich ab­zu­hef­ten. Mir sag­te mal ei­ner, bei mei­nem Cha­os bräuch­te ich psy­cho­lo­gi­sche Hil­fe.

Über­trie­ben?

Was mei­ne Ar­beit an­geht, bin ich sehr struk­tu­riert, tipp­topp or­ga­ni­siert. Auch im Haus­halt – nur die Un­ord­nung auf dem Tisch brei­tet sich aus wie ein Kra­ke. Ich glau­be, der ist der Spie­gel mei­nes In­ne­ren, ein Durch­ein­an­der.

Macht Ih­nen Ihr Tisch Angst?

Ich ha­be den Ver­dacht, dass ich mich vor ei­nem En­de fürch­te, wenn ich ihn auf­räu­me – sei es mein ei­ge­nes oder zu­min­dest das mei­ner Krea­ti­vi­tät.

Ha­ben Sie nie An­stal­ten ge­macht, ihn auf­zu­räu­men?

Doch, na­tür­lich, und wenn er zu zwei Drit­teln auf­ge­räumt war, dach­te ich schon, ich bin ge­ret­tet. Aber ein paar Ta­ge spä­ter gings von Neu­em los.

Wo­hin flüch­ten Sie vor Ih­rem Tisch?

Ich ar­bei­te an un­se­rem Kü­chen­tisch, denn ich brau­che Lee­re.

Bar­ba­ra Au­er ist ab 7. Ju­ni im Ki­no in «Va­ku­um»zu se­hen. Nächs­te Wo­che er­zählt die Sän­ge­rin-schau­spie­le­rin Li­sa St­ans­field von ih­rem Lieb­lings­men­schen.

GESPRÄCHANUSCHKA ROSHANI

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