Len­ny Kra­vitz’ Lieb­lings­ding

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Len­ny Kra­vitz, gibt es ei­nen Ge­gen­stand, der Ih­nen sehr wich­tig ist?

Ei­nen Ge­gen­stand? Das ist ei­ne in­ter­es­san­te Fra­ge. Da muss ich nach­den­ken. (Denkt sehr lan­ge nach.)

Viel­leicht et­was, das Sie schon seit Jahr­zehn­ten be­sit­zen?

Ja, ich be­sit­ze ei­ni­ges aus mei­ner Kind­heit, aber, nein, das ist es ja nicht, was Sie mei­nen … Las­sen Sie mich über­le­gen. (Wie­der ver­strei­chen Mi­nu­ten.)

Oder an­ders ge­fragt: et­was Ba­na­les, das aber für Sie ei­ne Wich­tig­keit hat?

Wie mei­nen Sie das?

Ih­re Son­nen­bril­le et­wa?

Nein, nein ... Jetzt ha­be ich es: ein Bild von Je­an-mi­chel Bas­qui­at. Es hängt in mei­nem Haus, ich schau es mir je­den Tag an.

Kön­nen Sie das Bild be­schrei­ben?

Ich schät­ze, es ist ein Selbst­por­trät: Das Bild zeigt ei­nen Mann, der ei­nen Kreis um sich sel­ber zieht. Ich in­ter­pre­tie­re das als ei­nen Schutz­ring. Ei­ne Art Zau­ber­kreis.

Ha­ben Sie das Bild sel­ber ge­kauft?

Ja, schon vor lan­ger Zeit. Je­an-mi­chel und ich wa­ren nicht be­freun­det, aber ich hat­te mal ein Mäd­chen, das mit sei­nem Mäd­chen be­freun­det war, und als Te­enager ha­be ich mal ei­ne Zeit mit ei­nem Ty­pen in ei­ner WG ge­wohnt, der vor­her mit Je­an-mi­chel zu­sam­men­wohn­te. Un­se­re Krei­se ha­ben sich öf­ter auf­ein­an­der zu­be­wegt, aber per­sön­lich be­geg­net sind wir uns nie.

Der Mu­si­ker Len­ny Kra­vitz be­tä­tig­te sich auch schon als bil­den­der Künst­ler: Auf der Art Ba­sel Mia­mi stell­te er Fo­tos aus, die er von sei­nen Pa­pa­raz­zi ge­mach­te hat­te.

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