Pat­ti Bas­lers Lieb­lings­ort

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Pat­ti Bas­ler, an wel­chem Ort kön­nen Sie Kraft tan­ken?

Über­all dort, wo es Was­ser gibt. Ich woh­ne an ei­nem Fluss und ge­he fast täg­lich schwim­men. Man fühlt sich dort ein biss­chen wie im Ama­zo­nas, weil das Ufer so dicht be­wach­sen ist.

Ist das be­ru­hi­gend oder auf­re­gend?

Es be­ru­higt. Weil man al­les ver­gisst, wenn man nichts von der Zi­vi­li­sa­ti­on sieht.

Was ma­chen Sie, wenn Sie ge­ra­de kei­nen Fluss zur Hand ha­ben?

Dann du­sche ich. Beim Du­schen ist man auch sehr iso­liert, es gibt kei­ne Um­ge­bungs­ge­räu­sche. Split­ter­nackt und nass, dann kom­men ei­nem Ide­en.

Wel­chen gu­ten Ein­fall hat­ten Sie zu­letzt un­ter der Du­sche?

Hm, da fällt mir grad kei­ner ein – müss­te wohl kurz du­schen… Aber doch: Gros­se Tei­le von «Fron­tal­un­ter­richt» sind mir tat­säch­lich un­ter der Du­sche in den Sinn ge­kom­men.

«Fron­tal­un­ter­richt» ist der Ti­tel Ih­res Büh­nen­pro­gramms, bei dem Sie ei­nem «deut­schen» Kla­vier­leh­rer er­klä­ren, wie das Schwei­zer Schul­sys­tem funk­tio­niert.

«Wich­tig ist nicht, wer es macht, son­dern, dass es ge­macht wird.» Das ist ein Leit­mo­tiv für das Stück. Und für das re­form­ge­plag­te Schul­sys­tem. Da­bei ist es eben sehr wohl wich­tig, wer das Sub­jekt ist, wer et­was macht, und nicht ein­fach, dass es ge­macht wird. Die Leh­re­rin ist bei­spiels­wei­se sehr wich­tig für gu­ten Un­ter­richt.

Pat­ti Bas­ler er­hält den Salz­bur­ger Stier 2019 – als «schnells­te sa­ti­ri­sche Pro­to­kol­lan­tin des Abend­lan­des».

Ge­spräch MI­KA­EL KRO­GE­RUS

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