per­son ort Ding Do­mi­ni­que Gis­ins Lieb­lings­mensch

Das Magazin - - N° 1/2 — 12. Januar 2019 -

Mit Blick auf Ih­re Ski­kar­rie­re: Hat­ten Sie ein Vor­bild?

Das war und ist ganz klar Vre­ni Schnei­der. Als jun­ges Mäd­chen woll­te ich im­mer nur Sla­lom fah­ren. Und selbst heu­te noch gibt es Mo­men­te, in de­nen ich be­daue­re, dass ich nur Speed und nicht wie sie Sla­lom fah­ren konn­te.

Was sind das denn für Mo­men­te?

Als zum Bei­spiel mei­ne Schwes­ter Mi­chel­le und Wen­dy Hol­de­ner im Sla­lom durch­ge­star­tet sind oder wenn ich Mi­kae­la Shif­frin se­he in all ih­rer Per­fek­ti­on, dann gibt mir das schon manch­mal ei­nen klei­nen Stich.

Ha­ben Sie für sich ei­ne nach­voll­zieh­ba­re Er­klä­rung ge­fun­den, war­um Sie Ih­ren Sla­lom­t­raum be­gra­ben muss­ten?

Ja. Auf­grund ver­schie­de­ner Ver­let­zun­gen konn­te ich zwi­schen mei­nem fünf­zehn­ten und dem acht­zehn­ten Le­bens­jahr nicht trai­nie­ren. Und als ich dann wie­der auf den Ski­ern stand, wä­re ich mit Start­num­mer 130 ins Ren­nen ge­kom­men.

Und das heisst?

Mit ho­hen Start­num­mern hast du über­haupt kei­ne Chan­ce im Sla­lom, ich hät­te die­sen Rück­stand nicht mehr auf­ho­len kön­nen. Die Ärz­te be­trach­te­ten es ja schon als ein Wun­der, dass ich über­haupt wie­der fah­ren konn­te. Aber ich will wirk­lich nicht kla­gen – ich bin im Le­ben reich be­schenkt wor­den. Do­mi­ni­que Gi­sin, Ab­fahrts-olym­pia­sie­ge­rin 2014 in Sot­schi, ist heu­te Ge­schäfts­füh­re­rin der Schwei­zer Sport­hil­fe. Nächste Wo­che: Gis­ins Lieb­lings­ort.

Ge­sprächmi­ka­el KRO­GE­RUS

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