Pen­al­ty statt Pau­sen­tee

Der Bund - - SPORT -

Es gibt Din­ge, die mag am Ar­beits­platz kaum je­mand be­son­ders. Son­der­schich­ten schie­ben zum Bei­spiel, bei gars­ti­gem Wet­ter draus­sen ar­bei­ten oder Sys­te­m­aus­fäll­le. Oder man wird vom Chef zu­rück­ge­pfif­fen, ob­wohl man sich ge­ra­de zur Mit­tags­pau­se auf den Weg macht, sich bei sei­nem Lieb­lings­i­ta­lie­ner ei­ne fei­ne Piz­za zu ho­len. In der Opel-are­na von Mainz konn­ten sich die Spie­ler der Heimm­an­schaft und die Gäs­te aus Frei­burg nach 45 Mi­nu­ten Ein­satz zwar nicht auf ei­ne Piz­za freu­en. Aber ei­nen Tee soll­te es ge­ben. Dann griff Bi­bia­na St­ein­haus ein. Ihr, der Schieds­rich­te­rin, die das Spiel als Vi­deo­as­sis­ten­tin am Bild­schirm ver­folg­te, war et­was auf­ge­fal­len. Ein Hand­spiel ei­nes Frei­bur­gers, kurz vor dem Pau­sen­pfiff von Gui­do Wink­mann, dem Schieds­rich­ter, der das Spiel auf dem Platz lei­te­te. Wink­mann hat­te es über­se­hen und schon bei­de Mann­schaf­ten in die Ka­bi­ne ge­schickt, als sich sei­ne As­sis­ten­tin mit den Ad­ler­au­gen mel­de­te. So ka­men die Main­zer zu ei­nem un­ver­hoff­ten Pen­al­ty. Trai­ner Schwarz war da schon in der Gar­de­ro­be: «Plötz­lich kam un­ser Mann­schafts­arzt und sag­te: ‹Trai­ner, es gibt Elf­me­ter!› Da bin ich wie­der raus.» Sein Spie­ler de Bla­sis ver­wan­del­te zum 1:0. in der sieb­ten Mi­nu­te der wie­der an­ge­pfif­fe­nen Nach­spiel­zeit. Den Tee gab es mit reich­lich Ver­spä­tung und Ver­wir­rung trotz­dem.

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