Ntons­re­gie­rung.

Der Bund - - BERN -

BKW auf dem Ver­ord­nungs­weg zum Still­le­gungs­pro­jekt For­schungs­kos­ten auf­er­legt wer­den, die für die Stilllegun­g nicht re­le­vant sind, wä­re das falsch», teilt Bkw-spre­cher Tobias Fäss­ler mit.

Die BKW be­grün­det dies da­mit, dass die Tri­tium­mes­sun­gen bei ei­nem Stör­fall nicht als Früh­warn­sys­tem taug­ten, weil sie nicht in Echt­zeit er­ho­ben wür­den (son­dern nur ein­mal pro Tag). Zu­dem tre­te Tri­ti­um bei ei­nem Stör­fall nie al­lein auf, «son­dern im­mer zu­sam­men mit an­de­ren Iso­to­pen». Die­se aber wür­den mit dem be­ste­hen­den au­to­ma­ti­schen Mess­sys­tem Ura­net er­fasst.

Ge­ne­rell ver­weist die BKW dar­auf, dass Müh­le­berg ein Sie­de­was­ser­re­ak­tor sei, der sehr viel we­ni­ger Tri­ti­um ab­ge­be als Druck­was­ser­re­ak­to­ren wie et­wa Bez­nau. Die Ge­samt­men­ge an Tri­ti­um, die von Müh­le­berg «über­haupt frei­ge­setzt wer­den könn­te, ist so ge­ring, dass sie weit un­ter­halb des ge­setz­li­chen Grenz­werts wä­re und kei­ne Ge­fahr für die Be­völ­ke­rung dar­stel­len kann».

Al­ler­dings: Ei­ne rasche und un­ab­hän­gi­ge Kon­trol­le, wie viel Tri­ti­um aus dem AKW ins Aa­re­was­ser ge­langt, er­lau­ben die täg­li­chen Mes­sun­gen durch­aus. Re­le­vant könn­te dies sein, weil die BKW be­an­tragt hat, für den Rück­bau «punk­tu­ell» mehr Ra­dio­ak­ti­vi­tät in die Aa­re ab­zu­ge­ben als in der Be­triebs­pha­se. Da­zu woll­te sie die ge­setz­li­chen Li­mi­ten zeit­wei­se aus­schöp­fen. Doch beim Akw­be­trieb gilt das Prin­zip: so we­nig wie mög­lich. Die Atom­auf­sicht En­si hat den An­trag ab­ge­lehnt und ei­ne zehn­mal tie­fe­re Li­mi­te fest­ge­legt – was die BKW als «we­der nö­tig noch sinn­voll» be­zeich­net.

Zen­tral ist das The­ma Ab­was­ser beim Akw-rück­bau für Biel, das Trink­was­ser aus dem See ge­winnt. So­wohl die Stadt wie auch ihr Was­ser­ver­sor­ger ESB ha­ben vor­sorg­lich Ein­spra­che ge­gen das Still­le­gungs­pro­jekt er­ho­ben. Esb-di­rek­tor Heinz Bing­ge­li ist für die Tri­tium­mes­sun­gen. «Je­de In­for­ma­ti­on ist für uns wert­voll.» Es ge­he aber nicht nur um die­ses Iso­top. «Für uns sind al­le Stof­fe re­le­vant, die das Trink­was­ser be­ein­träch­ti­gen kön­nen.» Ne­ben ra­dio­ak­ti­ven sei­en dies et­wa auch che­mi­sche Stof­fe.

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