Me­di­en kri­ti­sie­ren ein­sei­tig Russ­land

Usa-russ­land, Sank­tio­nen des Wes­tens, di­ver­se Ar­ti­kel im «Bund»

Der Bund - - WETTER & LESERBRIEF­E -

Es ist er­staun­lich und er­schre­ckend, wie kri­tik­los Jour­na­lis­ten die Sicht­wei­se der Us-macht­po­li­tik über­neh­men. Ge­ra­de wie­der ha­ben die USA und ihr Ge­fol­ge das Völ­ker­recht ge­bro­chen, im­mer gab es da­zu gu­te Grün­de (zum Bei­spiel beim Krieg ge­gen den Irak). Wenn al­ler­dings Russ­land das­sel­be Völ­ker­recht bricht, ist es na­tür­lich ein Ver­bre­chen.

Ne­ben die­ser mi­li­tä­ri­schen Sei­te ist der wirt­schaft­li­che As­pekt wohl von noch grös­se­rer Be­deu­tung: Die neu­en Sank­ti­ons­ge­set­ze, die ge­ra­de in den USA be­schlos­sen wur­den, er­mög­li­chen es dem Prä­si­den­ten, will­kür­lich Sank­tio­nen ge­gen Un­ter­neh­men und Per­so­nen zu er­las­sen – sie sol­len miss­lie­bi­ge Staa­ten tref­fen.

Das aber he­belt die fun­da­men­ta­le Rechts­grund­la­ge des Völ­ker­rechts aus. Mit den Sank­tio­nen kön­nen die USA nach Gut­dün­ken Re­gie­run­gen und da­mit Län­der be­stra­fen und so welt­weit

«Mit die­sen Sank­tio­nen kön­nen die USA nach Gut­dün­ken miss­lie­bi­ge Län­der be­stra­fen.

ih­re po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen durch­set­zen. Wer und was ih­nen nicht passt, kann ver­folgt wer­den.

Nie­mand, kein Staat, kei­ne In­sti­tu­ti­on stellt sich da­ge­gen, al­le ha­ben Angst vor der gi­gan­ti­schen Macht der Ame­ri­ka­ner. Es gilt nur noch das Recht des Stär­ke­ren.

Sa­mu­el Tröh­ler, Bern

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