Ih­re Zahl nimmt stark ab

Der Bund - - WISSEN -

In den letz­ten Jah­ren ist der Ruf des Ku­ckucks in ganz Eu­ro­pa und auch in der Schweiz sel­te­ner zu hö­ren. Bis in die Mit­te der 1980er-jah­re war der Ku­ckuck hier­zu­lan­de noch weit­ver­brei­tet. Al­lein im Kan­ton Zü­rich ist der Be­stand aber zwi­schen 1988 und 2008 um 40 Pro­zent zu­rück­ge­gan­gen. In der Bo­den­see­re­gi­on brü­tet er sel­te­ner, in der Nord­west­schweiz ist sein Ruf prak­tisch ver­stummt. Er steht nun auf der Vor­stu­fe zur Ro­ten Lis­te der ge­fähr­de­ten Ar­ten.

Den Grund für den Rück­gang se­hen Ex­per­ten in der Ver­knap­pung von Le­bens­raum und Nah­rungs­an­ge­bot. Der Ku­ckuck ver­tilgt am liebs­ten Schmet­ter­lings­rau­pen. Der «Kol­laps in der In­sek­ten­welt» durch die in­ten­si­ve Land­wirt­schaft sei die Haupt­ur­sa­che für den Rück­gang des Ku­ckucks, schreibt die Schwei­ze­ri­sche Vo­gel­war­te Sem­pach in der Bro­schü­re «Zum Ku­ckuck». Es feh­len Blu­men­wie­sen, He­cken und Bunt­bra­chen in der Kul­tur­land­schaft. Der Ku­ckuck sei «ein ex­zel­len­ter Bio­in­di­ka­tor». Wo er vor­kom­me, sei die Zahl der Vo­gel­ar­ten hö­her. Bro­schü­re zu be­zie­hen für 5 Fr. über: in­[email protected]­gel­war­te.ch, Tel.: 041 462 97 00

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