Be­hör­den er­mit­teln ge­gen As­mall­world

Der Bund - - WIRTSCHAFT -

As­mall­world, das an der Schwei­zer Bör­se ko­tier­te so­zia­le Netz­werk für Rei­che, ist ins Vi­sier der deut­schen Be­hör­den ge­ra­ten. Die Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (Ba­fin) warnt vor per Email ver­sand­ten Kauf­emp­feh­lun­gen für die Ak­ti­en des Un­ter­neh­mens. As­mall­world ge­hör­te einst Hol­ly­wood­pro­du­zent Har­vey Wein­stein, ehe es ihm Patrick Lio­tard-vogt 2009 ab­kauf­te.

Die Be­hör­de ha­be An­halts­punk­te, dass im Rah­men der Emp­feh­lun­gen un­rich­ti­ge oder ir­re­füh­ren­de An­ga­ben ge­macht wür­den oder be­ste­hen­de In­ter­es­sens­kon­flik­te pflicht­wid­rig ver­schwie­gen wür­den, teil­te die Ba­fin ges­tern mit. Sie ha­be des­halb ei­ne Un­ter­su­chung we­gen des Ver­dachts der Markt­ma­ni­pu­la­ti­on ein­ge­lei­tet. Die Ak­ti­en von As­mall­world wer­den an den Bör­sen in Zü­rich und in Deutsch­land (Frankfurt am Main, Stutt­gart, Tra­de­ga­te und Quo­trix) ge­han­delt.

Der Chef von As­mall­world, Jan Lu­e­scher, be­dau­ert die Vor­gän­ge. «Seit ein paar Wo­chen läuft auf der Web­site Ak­ti­en­check.de ei­ne star­ke Push-kam­pa­gne für die Ak­ti­en von As­mall­world», er­klär­te er. Die­se sei schön­fär­be­risch und hel­fe der Fir­ma nicht. «Die­se Kam­pa­gne kommt nicht von uns, und wir ha­ben ver­sucht, die kurstrei­ben­de Kam­pa­gne zu stop­pen.» Die As­mall­world-ak­ti­en sind ges­tern über 40 Pro­zent ein­ge­bro­chen.

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