Emp­feh­lun­gen für ei­ne Re­gu­lie­rung der neu­en Tech­no­lo­gie

Der Bund - - WIRTSCHAFT -

Ges­tern tra­fen sich in Zug die Ver­tre­ter der Block­chain-bran­che, Po­li­ti­ker und In­ter­es­sier­te zum Block­chain-sum­mit. Wirt­schafts­mi­nis­ter Jo­hann Schnei­deram­mann er­öff­ne­te die Ta­gung mit ei­ner Re­de. Im An­schluss über­reich­te ihm ei­ne auf pri­va­te Initia­ti­ve ent­stan­de­ne Task­force Emp­feh­lun­gen für die Re­gu­lie­rung der neu­en Tech­no­lo­gie. Die Task­force be­steht aus 50 Ex­per­ten, Wis­sen­schaft­lern und Po­li­ti­kern. Sie soll als «Block­chain-in­sti­tut» wei­ter­be­ste­hen.

Bei der For­de­rung nach ei­ner bes­se­ren Re­gu­lie­rung steht die Ka­pi­tal­be­schaf­fung von Block­chain-un­ter­neh­men im Vor­der­grund. Hier schlägt die Task­force un­ter an­de­rem ei­ne An­pas­sung des Wert­pa­pier­rechts vor: Aus prak­ti­schen Grün­den soll die Über­tra­gung von Ver­mö­gens­wer­ten rein di­gi­tal mög­lich sein und nicht mehr schrift­lich ab­ge­fasst wer­den müs­sen.

Ein heik­ler Punkt ist die Ge­fahr von Geld­wä­sche­rei: Um die­se zu ver­hin­dern, müs­sen Block­chain-un­ter­neh­men neue Kon­troll­me­cha­nis­men er­ar­bei­ten. Beim Geld­wä­sche­r­ei­ge­setz ist laut Task­force aber kei­ne An­pas­sung er­for­der­lich. Es rei­che aus, die gel­ten­den Vor­schrif­ten kon­se­quent an­zu­wen­den. Über­haupt emp­fiehlt die Task­force, wei­test­ge­hend auf Ge­set­zes­än­de­run­gen zu ver­zich­ten und statt­des­sen be­ste­hen­de Vor­schrif­ten breit zu in­ter­pre­tie­ren.

Lo­renz Fur­rer von der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur Fur­rer­hu­gi hat die Task­force mit­in­iti­iert. Er er­hofft sich da­von ein Si­gnal nicht nur an die Re­gu­la­to­ren, son­dern auch an Po­li­tik und Wirt­schaft: Die neue Tech­no­lo­gie ha­be das Po­ten­zi­al, die Welt in vie­ler­lei Hin­sicht nach­hal­tig zu ver­än­dern.

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