Um­strit­te­ne Re­gel bei Frau­en ein­ge­führt

Der Bund - - SPORT -

Der Leicht­ath­le­tik-welt­ver­band IAAF führt ab dem 1. No­vem­ber er­neut Li­mits für Mit­tel­stre­cken­läu­fe­rin­nen mit ho­hen na­tür­li­chen Tes­to­ste­ron­wer­ten ein. Das Start­recht für Ren­nen zwi­schen 400 Me­tern und ei­ner Mei­le be­kom­men Frau­en künf­tig nur, wenn der Tes­to­ste­ron­ge­halt von 5 nmol pro Li­ter Blut nicht über­schrit­ten wird.

Da­mit re­agier­te der IAAF auch auf ei­ne Stu­die vom Ju­li 2017, wo­nach Frau­en mit ho­hen na­tür­li­chen Tes­to­ste­ron­wer­ten in ei­ni­gen Leicht­ath­le­tik-dis­zi­pli­nen ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil ha­ben. Sie müss­ten künf­tig «in­ner­halb ei­ner Pe­ri­ode von min­des­tens sechs Mo­na­ten, bei­spiels­wei­se durch die Ein­nah­me hor­mo­nel­ler Ver­hü­tungs­mit­tel», ih­ren er­höh­ten Wert dau­er­haft re­du­zie­ren. Ei­ne frü­he­re Re­ge­lung der IAAF hat­te der In­ter­na­tio­na­le Sport­ge­richts­hof CAS im Ju­li 2015 für zwei Jah­re auf­ge­ho­ben, da wis­sen­schaft­li­che Be­le­ge für ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen er­höh­ten Tes­to­ste­ron­wer­ten und ge­stei­ger­ter Leis­tungs­fä­hig­keit bei Sport­lern ge­fehlt hat­ten.

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