Nicht al­le Schu­len er­mög­li­chen glei­che Vor­be­rei­tung aufs Gy­mi

Der­zeit ist für vie­le Kin­der und Ju­gend­li­che Büf­feln auf die Gy­mi­prü­fung an­ge­sagt. Die Schu­len in der Stadt bie­ten zur Un­ter­stüt­zung Kur­se an. Al­ler­dings nicht al­le.

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Jahr ab­sol­vie­ren im Kan­ton Zü­rich rund 7500 Kin­der und Ju­gend­li­che die Gy­mi­prü­fung, ent­we­der nach der 6. Klas­se oder nach der 2. be­zie­hungs­wei­se 3. Klas­se der Se­kun­dar­schu­le. Auf­ge­nom­men wer­den je­doch ins Lang­zeit­gym­na­si­um nur rund 50 Pro­zent, ins Kurz­zeit­gym­na­si­um gar nur 40 Pro­zent. Chan­cen hat vor al­lem, wer sich gut vor­be­rei­tet. Wäh­rend teu­re, pri­va­te Vor- be­rei­tungs­kur­se flo­rie­ren, sind die An­ge­bo­te der Volks­schu­le un­ein­heit­lich. Ei­ne Um­fra­ge bei Win­ter­thu­rer Se­kun­dar­schu­len zeigt, dass nicht übe­r­all sol­che Kur­se an­ge­bo­ten wer­den. Zu­dem gibt es Un­ter­schie­de bei Um­fang und Kos­ten.

Grund­sätz­lich emp­fiehlt die Bil­dungs­di­rek­ti­on den Schu­len, für Kin­der der 6. Klas­se und der 2. Sek­klas­se kos­ten­lo­se Prüje­des an­zu­bie­ten. So soll die Chan­cen­gleich­heit trotz teu­rer Pri­vat­kur­se ge­wahrt blei­ben. Doch in Winterthur fehlt für sol­che An­ge­bo­te das Geld. «Im Bud­get sind kei­ne Mit­tel für Gy­mi­vor­be­rei­tungs­kur­se ein­ge­stellt», er­klärt Stadt­rat Jürg Alt­wegg (Grü­ne). Die Schu­len kön­nen sel­ber ent­schei­den, ob sie Kur­se durch­füh­ren wol­len und wie sie die­se ge­stal­ten. Zwar ha­ben zehn von elf Se­kun­dar­schu­len ent­schie­den, Vor­be­rei­tungs­kur­se an­zu­bie­ten. In der Schu­le Hoh­fur­ri ver­zich­tet man je­doch dar­auf mit Ver­weis auf die feh­len­den Mit­tel.

«Auch an Be­gab­te den­ken»

Für an­de­re Schu­len ist klar, dass man sol­che Kur­se an­bie­ten will: «Das ge­hört zum Pflich­ten­ka­ta­log ei­ner Schu­le», fin­det Mar­kus Se­ger, Schul­lei­ter der Sek Ro­senau und Prä­si­dent der Schul­lei­tungs­kon­fe­renz Winterthur. Man ma­che viel für schwä­che­re Schü­ler, da sei es wich­tig, auch ein An­ge­bot für die gu­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu ha­ben. In Ober­win­ter­thur hat man sich in al­len Schul­fungs­vor­be­rei­tungs­kur­se häu­sern auf ei­ne ein­heit­li­che Hand­ha­bung ge­ei­nigt, wie Ma­ya Steffen, Schul­lei­te­rin im Wall­rü­ti, sagt. Das gilt für die Pri­mar- wie für die Se­kun­dar­schu­len. Vor­ge­se­hen ist, dass man ge­gen ein klei­nes Ent­gelt von 50 Fran­ken für bei­de Stu­fen Kur­se an­bie­tet. Die an­de­ren Se­kun­dar­schu­len bie­ten ih­re Kur­se kos­ten­los an.

Auch im Um­fang un­ter­schei­den sich die Kur­se. Ju­gend­li­che im Schul­haus Ober­se­en er­hal­ten fast drei­mal so vie­le Lek­tio­nen wie bei­spiels­wei­se je­ne im Schul­haus Feld.

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