Der Bun­des­rat gibt dem Ver­trag ei­ne letz­te Chan­ce

Der Landbote - - VORDERSEITE - Fab/sti/hä/fre

Der Bun­des­rat hat ges­tern die Spe­ku­la­tio­nen be­en­det und die Tex­te zum ge­plan­ten Rah­men­ab­kom­men mit der EU ver­öf­fent­licht. Gros­se Über­ra­schun­gen gab es kei­ne mehr – aber in­ter­es­san­te De­tails. Zum Bei­spiel für die spe­zi­ell um­strit­te­nen Aspek­te des Schwei­zer Lohn­schut­zes: Bei den flan­kie­ren­den Mass­nah­men soll die Vor­an­mel­de­frist für Fir­men aus der EU nicht ein­fach auf vier Ta­ge, son­dern auf vier Werk­ta­ge ver­kürzt wer­den. Da­mit ist der Un­ter­schied zu den acht Ka­len­der­ta­gen, die heu­te gel­ten, we­ni­ger gross als an­ge­nom­men. Den­noch leh­nen die Ge­werk­schaf­ten das Ab­kom­men wei­ter ab, eben­so die SVP. Der Bun­des­rat hat auch ges­tern dar­auf ver­zich­tet, sei­ne ei­ge­ne Hal­tung zum Ab­kom­men fest­zu­le­gen. Er hat die­ses nur «zur Kennt­nis ge­nom­men». Gleich­zei­tig gibt er dem Ver­trag ei­ne letz­te Chan­ce, in­dem er im In­land ei­ne Kon­sul­ta­ti­on durch­führt. Die­se soll zei­gen, ob wi­der Er­war­ten doch ei­ne Ei­ni­gung mög­lich ist. Gleich­zei­tig ge­winnt die Schweiz da­mit Zeit und kann mög­li­cher­wei­se ers­te Re­tour­kut­schen der EU ver­hin­dern. Im Vor­der­grund steht die Schwei­zer Bör­se, de­ren An­er­ken­nung durch die EU En­de Jahr aus­läuft.

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