Die CDU wählt ei­ne vor­sich­ti­ge Er­neue­rung

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Die Vor­sit­zen­de der Christ­de­mo­kra­ten ist im­mer noch ei­ne Frau, aber sie heisst nicht mehr An­ge­la Mer­kel. Am 31. Par­tei­tag der CDU in Ham­burg wähl­ten 1000 De­le­gier­te die 56jäh­ri­ge An­ne­gret Kramp-kar­ren­bau­er zur Nach­fol­ge­rin. Die Stich­wahl ge­gen den 63-jäh­ri­gen Po­lit­rück­keh­rer Fried­rich Merz ge­wann sie äus­serst knapp mit 517 zu 482 Stim­men. Mit Kramp­kar­ren­bau­er folgt Mer­kel ei­ne Po­li­ti­ke­rin an die Spit­ze, die als Wun­sch­nach­fol­ge­rin der lang­jäh­ri­gen Kanz­le­rin gilt. Wie Mer­kel steht die frü­he­re saar­län­di­sche Mi­nis­ter­prä­si­den­tin für ei­nen Kurs der Mit­te. Merz hin­ge­gen hat­te ei­nen «Stra­te­gie­wech­sel» sei­ner Par­tei an­ge­mahnt. Kramp-kar­ren­bau­er muss die Par­tei nun zwar auch er­neu­ern, sie wird es aber vor­sich­ti­ger tun, als Merz dies vor­ge­habt hat­te. Die Kon­ser­va­ti­ven in der Par­tei re­agier­ten mit Kons­ter­na­ti­on auf die Nie­der­la­ge ih­res Idols. Um die Ent­täu­schung des rech­ten Flü­gels auf­zu­fan­gen, wird er­war­tet, dass Kramp-kar­ren­bau­er heu­te ei­nen kon­ser­va­ti­ven Par­tei­ver­tre­ter – wo­mög­lich aus dem Os­ten – für das Amt des Ge­ne­ral­se­kre­tärs vor­schlägt.

Fo­to: REU­TERS

Kramp­kar­ren­bau­er.

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