Der Spiel­ma­cher im Park-ho­tel

Phil­ipp Al­brecht ist eher jung vor ei­nem Jahr Di­rek­tor des Park­ho­tels ge­wor­den, ge­reizt hät­te ihn auch die Lei­tung des Ca­si­no­thea­ters Win­ter­thur. Der frü­he­re Na­ti-b-hand­bal­ler aus Ur­dorf sieht sich auch in sei­ner jet­zi­gen Funk­ti­on als Spiel­ma­cher.

Der Landbote - - WINTERTHUR - Lu­cia An­ge­la Ca­ve­gn

Seit gut ei­nem Jahr ist Phil­ipp Al­brecht Di­rek­tor des Park-ho­tels Win­ter­thur. Am ver­gan­ge­nen 1. Ja­nu­ar 2019 gab es für ihn dop­pel­ten Grund zum Fei­ern: Mit Voll­en­dung des ers­ten Jah­res in sei­ner neu­en Funk­ti­on durf­te er zu­gleich sei­nen 34. Ge­burts­tag fei­ern.

Kurz vor Weih­nach­ten nahm er sich – ob­schon er al­le Hän­de voll zu tun hat­te – viel Zeit, um mit dem «Land­bo­ten» über sei­nen be­ruf­li­chen Wer­de­gang und die Zu­kunft des Ho­tels zu spre­chen.

Phil­ipp Al­brecht wuchs in Rif­fers­wil auf und ab­sol­vier­te in Ur­dorf das ma­the­ma­tisch-na­tur­wis­sen­schaft­li­che Gym­na­si­um. In sei­ner Frei­zeit be­trieb er viel Con­gress-ho­tel See­park in Thun die Stel­le als Lei­ter Restaurants und Mit­glied der Ge­schäfts­lei­tung an. 2014 folg­te ei­ne 18-mo­na­ti­ge Welt­rei­se. Kurz nach sei­ner Rück­kehr ent­deck­te er das Stel­len­in­se­rat des Park-ho­tels Win­ter­thur, das ei­ne jun­ge, dy­na­mi­sche Per­sön­lich­keit als Di­rek­tor such­te. Als ge­ho­be­nes, auf Ge­schäfts- und Frei­zeit­rei­sen­de aus­ge­rich­te­tes Stadt­ho­tel mit leb­haf­tem Gastro­be­reich ent­sprach es sei­nen Er­war­tun­gen und ver­sprach viel Ab­wechs­lung. Er be­warb sich, wur­de zu ei­nem Vor­stel­lungs­ge­spräch ein­ge­la­den und schaff­te al­le wei­te­ren Be­wer­bungs­run­den.

Mit knapp 33 Jah­ren hat­te er sein Ziel er­reicht; er wur­de zum Ho­tel­di­rek­tor er­nannt in ei­ner Stadt, die er zu­vor vor al­lem vom Hand­ball her kann­te. In­zwi­schen weiss er die­se sehr zu schät­zen.

Als Ho­tel­di­rek­tor hat Al­brecht vie­les im Au­ge zu be­hal­ten. Nicht nur das An­ge­bot muss stim­men, auch die Be­triebs­zah­len, die Gast­freund­schaft oder, wie er sel­ber sagt, «die See­le des Hau­ses».

Die Fra­ge nach der gröss­ten Her­aus­for­de­rung be­ant­wor­tet Al­brecht mit ei­nem bild­haf­ten Ver­gleich: Wie der Dirigent ei­nes Orches­ters ha­be er da­für zu sor­gen, dass die fünf ver­schie­de­nen Ab­tei­lun­gen mit rund 50 Mit­ar­bei­ten­den har­mo­nisch zu­sam­men­spie­len. Sein lang­fris­ti­ges Ziel sieht er dar­in, dass der Be­trieb so gut läuft, dass die­ser ei­ne Zeit lang auch oh­ne ihn aus­kä­me. Weit oben auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te des jun­gen Ho­tel­di­rek­tors steht die in­ter­ne An­nä­he­rung von Ho­tel­le­rie und Gas­tro­no­mie, wo zur­zeit noch un­ter­schied­li­che Kul­tu­ren herr­schen.

Die Un­ter­be­le­gung der Bet­ten an den Wo­che­n­en­den durch ei­ne Stär­kung der Mar­ke Win­ter­thur und die neue All-in-one-bu­chungs­platt­form, die bald vom Hou­se of Win­ter­thur ein­ge­führt wird, sol­len an­ge­gan­gen wer­den.

Das viel­fäl­ti­ge Kul­tur­le­ben in Win­ter­thur sieht er als Stand­ort­vor­teil. Die un­mit­tel­ba­re Nä­he zu gros­sen kul­tu­rel­len In­sti­tu­tio­nen wie dem Kunst­mu­se­um Win­ter­thur und dem Mu­sik­kol­le­gi­um hat un­ter an­de­rem den Aus­schlag da­für ge­ge­ben, dass sich das Park-ho­tel zu­künf­tig in Ver­bin­dung mit Kunst und De­sign po­si­tio­nie­ren wird.

Phil­ipp Al­brecht be­zeich­net sich selbst als Spiel­ma­cher, als ei­ner, der es liebt, wenn im­mer et­was läuft. Das glaubt man ihm so­fort. Auch wenn er gleich wie­der auf dem Sprung ist, bie­tet er der Ge­sprächs­part­ne­rin zu­vor­kom­mend ei­ne zwei­te Tas­se Kaf­fee an. Com­me il faut.

Fo­to: Ma­de­lei­ne Scho­der

Park­ho­tel­di­rek­tor Phil­ipp Al­brecht mag das viel­fäl­ti­ge Kul­tur­le­ben in Win­ter­thur und sieht das als Stand­ort­vor­teil.

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