Ein Ho­tel für die Ge­schäfts­rei­sen­den

Der Landbote - - WINTERTHUR -

In den Fünf­zi­ger­jah­ren blüh­te die Win­ter­thu­rer In­dus­trie. So be­gann man et­wa 1956 mit dem Bau der gros­sen Sul­zer-gies­se­rei­hal­le in Ober­win­ter­thur (2006 ab­ge­bro­chen). Zur sel­ben Zeit ent­stand in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zum Stadt­haus und zum mo­der­nen Ver­wal­tungs­ge­bäu­de der Win­ter­thur-ver­si­che­run­gen (heu­te Axa) das Gartenhotel Win­ter­thur. Zu des­sen Grün­der­vä­tern zähl­ten Per­sön­lich­kei­ten aus der hie­si­gen Wirt­schaft wie Ge­org Sul­zer (Gebr. Sul­zer AG) und Ge­org Scho­ell­horn (Braue­rei Hal­den­gut AG). Al­le gros­sen Fir­men wa­ren am Ho­tel be­tei­ligt.

Am 11. April 1957 wur­de das von Ar­chi­tekt Franz Schei­bler ge­plan­te und vom Volks­mund ger­ne als «GH» be­zeich­ne­te Vier­stern­ho­tel fei­er­lich er­öff­net. Der da­ma­li­ge Prä­si­dent des Schwei­ze­ri­schen Ho­te­lier-ver­eins, Franz Sei­ler, lob­te es als «Zier­de der schwei­ze­ri­schen Ho­tel­le­rie». Die zeit­ge­mäs­se Aus­stat­tung mit Kon­fe­renz­saal und Bar so­wie die La­ge am obe­ren En­de des Stadt­parks ent­spra­chen dem An­spruch auf Ge­die­gen­heit.

2005, kurz vor sei­nem Fünf­zig-jahr-ju­bi­lä­um, er­hielt das «GH» ein um­fas­sen­des Re­de­sign. Seit­her tra­gen die um­ge­bau­ten Gastro­be­rei­che Restaurant und Bar den Na­men «Bloom», wäh­rend der Ho­tel­be­trieb un­ter der Mar­ke «Park-ho­tel Win­ter­thur» läuft. Das Kern­stück der Ar­chi­tek­tur, die run­de Trep­pe im Ho­tel­foy­er, ver­strömt noch heu­te die Ele­ganz der Fünf­zi­ger­jah­re.

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