Vor­wür­fe an das See-spi­tal

Das See-spi­tal kommt nicht zur Ru­he: Nach dem Knatsch mit Haus­ärz­ten um die neue Walk-in-pra­xis im ver­gan­ge­nen Jahr ma­chen nun die Be­leg­ärz­te Druck. Am Stand­ort in Kilchberg herr­sche ei­ne Kri­se im Pfle­ge­dienst.

Der Landbote - - ZÜRICH - Con­ra­din Kn­a­ben­hans

In ei­nem Brief an den Stif­tungs­rats­prä­si­den­ten des See-spi­tals fah­ren Be­leg­ärz­te schwe­res Ge­schütz auf. In Kilchberg herr­sche ei­ne Kri­se im Pfle­ge­dienst und ei­ne un­ge­nü­gen­de Not­fall­ver­sor­gung. Laut der «NZZ am Sonn­tag» schrieb der Prä­si­dent des Be­leg­arzt­ver­eins En­de des letz­ten Jah­res im Brief gar, die Pa­ti­en­ten­si­cher­heit kön­ne nicht mehr ge­währ­leis­tet wer­den. Der Stif­tungs­rat und die Ge­schäfts­lei­tung des Spi­tals hät­ten die ge­äus­ser­ten Be­den­ken sehr ernst ge­nom­men, sag­te Spi­tal­spre­cher Christian Bret­scher ge­gen­über der «NZZ am Sonn­tag». An ei­nem Ge­spräch zwi­schen der Spi­tal­lei­tung und ei­ner Ärz­te­de­le­ga­ti­on ha­be man sich noch im De­zem­ber mit den Me­di­zi­nern «ge­fun­den».

Be­hör­den in­for­miert

Der laut Spi­tal «in­zwi­schen über­hol­te Brief­wech­sel» fand den Weg an die Öf­fent­lich­keit trotz­dem. Des­halb hat das See-spi­tal noch vor der Pu­bli­ka­ti­on des Ar­ti­kels die Ge­sund­heits­di­rek­ti­on des Kan­tons Zü­rich über die Kri­tik der Be­leg­ärz­te in­for­miert. Auf Nach­fra­ge muss­te das Spi­tal ge­gen­über den Be­hör­den be­stä­ti­gen, dass die Ver­sor­gung stets ge­währ­leis­tet wer­den kann. Die Ge­sund­heits­di­rek­ti­on hat auch den Prä­si­den­ten des Be­leg­arzt­ver­eins um ei­ne Stel­lung­nah­me ge­be­ten. Ob es bei der rei­nen Be­fra­gung bleibt, ist der­zeit noch of­fen.

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