Win­ter­thu­rer Se­gel­flie­ger fürch­ten um ih­ren Flug­platz

Die Se­gel­flie­ger der Stadt stel­len sich ge­mein­sam mit dem Schwei­zer Ver­band für Leich­ta­via­tik ge­gen Plä­ne des Bun­des. In Bern heisst es al­ler­dings, die Kri­tik sei «völ­lig über­trie­ben».

Der Landbote - - VORDERSEIT­E - Mir­ko Plüss

Das Bun­des­amt für Zi­vil­luft­fahrt Bazl will den Luf­t­raum rund um den Flug­ha­fen Zü­rich neu ord­nen. Ein ak­tu­el­ler Ent­wurf sieht ei­nen Aus­bau der so­ge­nann­ten Kon­troll­zo­nen vor. Das sind je­ne Zo­nen, die Pri­vat­flie­ger nur in Ab­spra­che mit der Flug­si­che­rung be­flie­gen dür­fen. Über dem Win­ter­thu­rer Se­gel­flug­platz Heg­mat­ten könn­te die be­ste­hen­de Kon­troll­zo­ne bei­spiels­wei­se von 1600 Me­tern auf 1300 Me­ter ge­senkt wer­den.

Zum die­sem Sze­na­rio sagt Alois Sau­ter, der Prä­si­dent der lo­ka­len Se­gel­flug­grup­pe: «Das ver­un­mög­licht ei­nen Wei­ter­be­trieb des Flug­plat­zes.» Dies, weil der Se­gel­flug Platz brau­che und man in der Luft spon­tan re­agie­ren müs­se. Schon heu­te sei der Luf­t­raum stark be­schränkt. Laut Sau­ter müss­te der Flug­platz spä­tes­tens 2024 dicht­ma­chen. Gleich tönt es vom Ae­ro-club der Schweiz, dem Dach­ver­band der Leich­ta­via­tik. Der Plan des Bazl be­dro­he Ver­ei­ne und Flug­plät­ze in der Ost­schweiz in ih­rer Exis­tenz, dar­un­ter auch Mo­tor­flie­ger oder Fall­schirm- und Bal­lon­be­trie­be. Die Flug­si­cher­heit wer­de zu­dem «mit Füssen ge­tre­ten». Beim Bazl in Bern heisst es hin­ge­gen auf An­fra­ge: «Die Kri­tik ist zum jet­zi­gen Zeit­punkt, ganz am An­fang des Pro­jek­tes, völ­lig über­trie­ben.» Es sei­en zwar neue Re­geln ge­plant, die­se könn­ten aber grund­sätz­lich auch von der Leicht- und Kleina­via­tik be­folgt wer­den.

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In der Wein­län­der Ge­mein­de Heng­gart wehrt sich der Ge­mein­de­rat ge­gen ei­ne neue 5G-mo­bil­funk­an­ten­ne von Sun­ri­se. Auch aus der Be­völ­ke­rung gibt es Wi­der­stand ge­gen das Vor­ha­ben. Da der Ge­mein­de­rat da­mit rech­net, dass vie­le Per­so­nen den so­ge­nann­ten Bau­rechts­ent­scheid ge­gen das Bau­pro­jekt von Sun­ri­se ver­lan­gen wer­den, hat er die da­für nor­ma­ler­wei­se er­ho­be­ne Ge­bühr von 100 auf 30 Fran­ken re­du­ziert. Ei­nen sol­chen Ent­scheid muss der­je­ni­ge ver­lan­gen, der spä­ter Re­kurs ein­le­gen will. Mit die­ser Ge­büh­ren­sen­kung schafft der Heng­gar­ter Ge­mein­de­rat in der Be­völ­ke­rung den An­reiz, sich ge­gen die Sun­ri­se-funk­an­ten­ne zu weh­ren.

In Martha­len ist der Ge­mein­de­rat eben­falls ge­gen den Bau ei­ner 5G-an­ten­ne in ei­nem Wohn­ge­biet. Ge­ne­rell ist zu be­ob­ach­ten, dass der Wi­der­stand in den mög­li­chen Stand­ort­ge­mein­den zu­nimmt. Das ver­wun­dert nicht, weil die Mo­bil­funk­an­bie­ter aufs Tem­po drü­cken: Schon bis En­de Jahr wol­len die drei gröss­ten An­bie­ter den Gross­teil der Schweiz mit der neu­en 5G-tech­no­lo­gie ab­ge­deckt ha­ben. (mab)

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