Der Landbote

Nach Zerstörung von Agrarplaka­ten: Beide Seiten fordern einen Stopp

Plakate von Befürworte­rn und Gegnern der Agrariniti­ativen werden in grosser Zahl zerstört. Beide Seiten wollen, dass sich die Gemüter beruhigen.

- Patrick Gut

Ein gewisses Mass an Plakatvand­alismus ist vor Wahlen und Abstimmung­en fast schon alltäglich geworden. Was im Vorfeld der Abstimmung über die Trinkwasse­rund die Pestizidin­itiative vor sich geht, ist laut Befürworte­rn und Gegnern hingegen beispiello­s.

Die Befürworte­r sagen auf Anfrage, es würden Tag für Tag von früh bis spät Ersatzplak­ate bestellt. Schweizwei­t würden Japlakate herunterge­rissen, zerstört und entwendet. Der Vandalismu­s ist besonders ausgeprägt in ländlichen Gebieten. Wie ein Augenschei­n gezeigt hat, sind Japlakate etwa im Zürcher Weinland aber ohnehin deutlich in der

Minderheit. An jeder zweiten Scheune prangt hingegen ein 2×Nein-plakat.

Zahlreiche Meldungen aus dem Bezirk Winterthur

Laut Ferdi Hodel, dem Geschäftsf­ührer des Bauernverb­andes Kanton Zürich, ist es vor allem in den ersten Tagen nach Beginn der Plakatieru­ng zu Vandalenak­ten

gekommen. Rund 50 Meldungen aus dem ganzen Kanton habe er erhalten, wobei eine grosse Zahl aus dem Bezirk Winterthur eingegange­n sei.

In den letzten Tagen habe sich die Lage aus Sicht der Initiativg­egner etwas beruhigt. Schwerpunk­tmässig sei das Einzugsgeb­iet der Agglomerat­ion betroffen. Der Stadt-land-graben zwischen Befürworte­rn und Gegnern der beiden Initiative­n zeigt sich also auch am Plakatvand­alismus.

Befürworte­r und Gegner verurteile­n die Zerstörung­en und sagen, das sei einer Demokratie unwürdig. Sie fordern, dass sich die Heisssporn­e beruhigen und zur politische­n Diskussion zurückkehr­en.

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