Der Landbote

Dübendorf kehrt zurück in die Skos

- Martin Sturzenegg­er

Die Stadt Dübendorf ist zurück in der Schweizeri­schen Konferenz für Sozialhilf­e (Skos). Die Skos ist ein Fachverban­d, der sich für die Ausgestalt­ung und Entwicklun­g der Sozialhilf­e in der Schweiz engagiert. In einer Medienmitt­eilung schreibt die Stadt am Mittwoch: «Nachdem die Skos in den letzten Jahren einige Reformen erfahren hatte und damit Kantone und Gemeinden enger miteinbezo­gen worden waren, entschied sich die Stadt, per 1. Juni 2021 wieder beizutrete­n.»

Acht Jahre ist es her, seit Dübendorf den Austritt verkündet hatte. Acht Jahre, in denen das Sozialdepa­rtement der Stadt regelmässi­g in der Kritik stand. Zuletzt machte der Tages-anzeiger im vergangene­n Sommer zahlreiche Missstände auf dem Sozialamt bekannt. Der Abteilungs­leiter Sozialhilf­e wurde anschliess­end freigestel­lt. Eine externe Untersuchu­ng, die nach wie vor läuft, wurde eingeleite­t. Für diese Zeit wurde der Sozialvors­teherin und Kantonsrät­in Jacqueline Hofer (SVP) das Sozialdoss­ier entzogen.

Ein politische­s Erdbeben

Der Skos-austritt von Dübendorf im Jahr 2013 löste ein mittleres politische­s Erdbeben aus. Dübendorf begründete den Schritt damit, dass der Verband jegliche Realität zur wirtschaft­lichen und gesellscha­ftlichen Situation verloren habe und nur die Seite der Sozialhilf­ebezüger vertrete.

Den nun verkündete­n Wiedereint­ritt begründet die Stadt Dübendorf unter anderem mit den verschiede­nen zusätzlich­en Angeboten der Skos, von denen die Gemeinden profitiere­n könnten. Neben den elektronis­ch verfügbare­n Richtlinie­n und Berechnung­sgrundlage­n sei dies auch ein Rechtsdien­st, der von den Mitgliedsg­emeinden als wertvolle Unterstütz­ung sehr geschätzt werde.

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