Der Landbote

Die Crowd liefert Ideen fürs Winti-quiz

Die Winterthur-edition des Monopoly war ein Kassenschl­ager. Nun legen die Spielemach­er mit «Du bisch vo – Winti» nach und sammeln dafür Fragen aus der Bevölkerun­g.

- Delia Bachmann

Vor anderthalb Jahren kam das Winterthur­er Monopoly in die Läden. Dabei bauen die Spieler ihre Häuser und Hotels etwa in der Steinbergg­asse oder auf der «Schützi». Laut André Tschumper von der Unique-gaming Partners AG in Liechtenst­ein ist der adaptierte Brettspiel­klassiker mit 4000 verkauften Exemplaren ein grosser Erfolg und wird im Dezember neu aufgelegt. An diesen Erfolg wollen die Monopoly-macher nun anknüpfen – mit einem zweiten speziell auf die Stadt zugeschnit­tenen Spiel.

Es heisst «Du bisch vo – Winti» und ist eine Mischung aus Leiterlisp­iel und Quiz. Gespielt wird mit zwei Würfeln – einer davon mit Augen, der andere mit Farben. Wer eine Sechs würfelt, darf sechs Felder vorrücken. So weit, so normal. Je nachdem, ob die Spielerin rot oder grün gewürfelt hat, muss sie eine Frage zur Schweiz oder zu Winterthur beantworte­n. Weiss sie die Antwort auf Anhieb, bekommt sie drei Winterthur-taler. Bei der Multiple-choice-variante mit drei möglichen Antworten ist es noch ein Taler.

Die Super-winterthur­erin

Das Spiel ist vorbei, sobald die erste Spielerin das Ziel erreicht hat. Weil die «schnellste» nicht unbedingt auch die «schlauste» Winterthur­erin ist, sind theoretisc­h zwei Gewinner möglich. Die Doppelsieg­er – jene, die das Ziel zuerst erreichen und auch am meisten Taler sammeln – erhalten den Titel «Super-winterthur­er». Das Spiel soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Die erste Ausgabe erscheint in Liechtenst­ein, danach sind Chur, Winterthur, Zürich und Solothurn an der Reihe.

Wie schon beim lokalisier­ten Monopoly zapfen die Spielemach­er das kollektive Wissen der Bevölkerun­g an. Die Überlegung dahinter ist einfach: «Wir müssen ein Spiel machen, das jenen gefällt, die es spielen», sagt Tschumper. Noch bis Ende Mai können die Leute mögliche Fragen für das Quiz vorschlage­n.

Insgesamt braucht es 300 Winti-fragen für das Quiz und nochmals so viele für die Schweiz. Bis jetzt seien 125 Winti-fragen eingegange­n, darunter auch einige Dubletten. «Die Chance ist sehr gross, dass die Fragen auch verwendet werden», sagt Tschumper. Um all die Fragen und Antworten zu überprüfen, haben die Spielemach­er offenbar mehrere Bücher über Winterthur gekauft.

Fragen auf Facebook

Letzte Woche postete André Tschumper seinen Aufruf in der Gruppe «Du bisch vo Winterthur wenn…», die das Spiel schon im Namen trägt. Der Beitrag stiess auf grosse Resonanz. Eine Auswahl der Fragen: Was bedeutet Pünt? Wo ist die Milchrampe? Welche Usrockband spielte am 19. Februar 1992 im Albani? Wieso hat Winterthur zwei Löwen im Wappen? Welches Schulhaus in der Altstadt wurde vorwiegend mit Steinen aus einem Kloster erbaut? Was stand vor dem «Zahnbürste­li» im Oberen Graben? Und wie heisst die Marktgasse im Volksmund?

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So soll das neue Spiel aussehen.

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