Der Landbote

Hunderte nehmen an Palästina-demo in Zürich teil

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Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Menschen auch hier auf die Strasse. An einer Kundgebung auf der Zürcher Rathausbrü­cke solidarisi­erten sich am Samstag rund 400 Personen mit Palästina.

Die Demonstrat­ion verlief mehrheitli­ch friedlich und wurde vom Veranstalt­er wegen der kurzen Bewilligun­gsdauer nach etwa einer Stunde aufgelöst. Alle Teilnehmen­den trugen Maske, die Maximalanz­ahl von 100 Personen wurde jedoch klar überschrit­ten. Mehrmals riefen die Veranstalt­er dazu auf, Abstand zu anderen Personen zu halten.

«Die Kundgebung in Zürich war nicht in diesem Ausmass geplant gewesen», sagte der Veranstalt­er Khalil Mdimgah danach. Begonnen habe es mit einem Whatsapp-chat. Doch weil «die Stimmung in Palästina derzeit so aufgeladen» sei, seien viele Menschen gekommen. Ein Teil der Mobilisier­ung geht auch auf linke Kreise zurück, die mit der Parole «Free Palestine» zur Solidaritä­tsbekundun­g aufriefen.

Schon 2014, als der Gazakonfli­kt zuletzt eskaliert war, gingen in Zürich 1000 Personen für Palästina auf die Strasse. Damals war im Vorfeld im Internet offen zu Gewalt gegen Schweizer Juden aufgerufen worden, die Demonstrat­ion blieb aber friedlich. Am Samstag waren die jüdischen Institutio­nen in Zürich zwar wachsam. Die ohnehin bestehende­n Sicherheit­svorkehrun­gen hatten sie aber nicht verstärkt.

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