Der Landbote

Schweiz bleibt die Nummer 1

Dank Simona Aebersold (Gold, Silber und Bronze) und Matthias Kyburz (zweimal Gold) ist die Schweiz weiterhin die beste Sprintnati­on.

- Jörg Greb

Sechs der insgesamt 16 Medaillen dieser ersten reinen Sprintmeis­terschafte­n gingen an die Schweizer Equipe – eine hervorrage­nde Ausbeute. Bis gestern schien gar noch mehr möglich. Nach dem Mixed-team-titel am Donnerstag resultiert­en am Samstag im neuen Wettkampff­ormat Knockout-sprint Gold und Silber durch Matthias Kyburz und Joey Hadorn bei den Männern und Silber durch Simona Aebersold bei den Frauen.

Gestern kamen im Einzelspri­nt Silber durch Elena Roos und Bronze durch Aebersold hinzu. Bei einer Laufzeit von gut 16 Minuten fehlten Roos fünf Sekunden zum Titel, Aebersold sechs. Den Vortritt lassen mussten sie der derzeit besten Orientieru­ngsläuferi­n Tove Alexanders­son aus Schweden. Aber vor allem Roos freute sich riesig über ihre erste internatio­nale Medaille. Und Aebersold analysiert­e: «Ich traf bei der langen Routenwahl wohl den falschen Entscheid und liess entscheide­nd Zeit liegen.»

Ohne Medaille blieben die Männer – trotz sieben Mann im besten Dutzend des Klassement­s. Am wenigsten fehlte dem dreifachen Sprint-weltmeiste­r Daniel Hubmann: 3 Sekunden zu Bronze. Und auffallend: Zweifach-goldgewinn­er Kyburz erklärte einen enttäusche­nden elften Rang mit den praktisch gleichen Worten wie Aebersold bei den Frauen ihren Bronzerang: falsche Routenwahl.

Die Jugend rückt nach

In der Goldmedail­lenbilanz überholte dank den Siegen von Alexanders­son und Emil Svensk Schweden so die Schweiz (3:2). Dennoch: Anzahlmäss­ig bleiben die beiden führenden skandinavi­schen Ol-nationen Schweden (5) und Norwegen (4) hinter der Schweiz zurück. Einziger Eindringli­ng in diese Dreierphal­anx: Der Belgier Yannick Michiels als gestriger Sprint-zweiter. Die Position der Schweiz gefiel Nationalco­ach Kilian Imhof. Seine Erkenntnis: «Wir sind nach wie vor Sprintnati­on Nummer 1. Der Heimvortei­l trug dazu bei.»

Zu nennen ist aber ebenso die vielverspr­echende Altersstru­ktur: Die beiden Leistungst­räger Aebersold (23) und Hadorn (24) sind noch sehr jung – und mit dem Zürcher Riccardo Rancan kam ein bisher unbekannte­r 21-Jähriger (4. und 6.) zweimal den Medaillen sehr nahe.

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Foto: Freshfocus Drei Starts, drei Medaillen: Die 23-jährige Bernerin Simona Aebersold gehört bereits zu den Schweizer Leistungst­rägerinnen.

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