Der Landbote

Der Würfel-brunnen steht wieder beim Büelrain

Der zerstörte Plexiglasb­runnen vor der Kantonssch­ule Büelrain wurde ersetzt. Die Polizei sucht noch immer nach den Vandalen, die den alten Brunnen gesprengt haben.

- Tamara Stalder Michael Graf

Er steht wieder: der pinke Plexiglasb­runnen vor der Kantonssch­ule Büelrain. Am Donnerstag­morgen hievte ein dreissig Meter hoher Kran den Brunnen, der die Form eines Würfels hat, auf den Vorplatz. Dass sich das Kunstwerk von Christoph Haerle wieder vor der Schule befindet, freut Martin Bietenhade­r, Rektor der Kantonssch­ule Büelrain. «In kürzester Zeit ist der Brunnen etwas geworden, das zu uns gehört. Er ist ein Merkmal des Büelrains.»

Gleicher Brunnen

Der erste Brunnen stand nur knapp ein Jahr vor dem Neubau der Kantonssch­ule, bevor er zerstört wurde. Am Nationalfe­iertag 2020 warfen Vandalen zweimal Feuerwerks­körper in den Brunnen. Die erste Explosion übersteht er, bei der zweiten eine Minute später ist die Wucht zu gross. Das Wasser schwappte aus dem Würfel heraus, als eine Seite weggespren­gt wurde. Der Kantonssch­ule Büelrain sei schnell klar gewesen, dass sie das Kunstwerk ersetzen wolle, sagt Bietenhade­r. «Dass der Brunnen zerstört wurde, hat die Schülerinn­en, Lehrer und auch mich sehr betroffen gemacht.» Ausserdem sei er ein beliebtes Fotosujet und Treffpunkt: «Ich sah täglich Leute, die den Brunnen fotografie­rten.»

Im letzten November entschied die kantonale Baudirekti­on, den Brunnen identisch zu ersetzen. Daher sieht der neue Würfel genau gleich aus wie der alte. Laut Markus Pfanner, Sprecher der kantonalen Baudirekti­on, belaufen sich die Kosten für den neuen Brunnen auf rund 180’000 Franken. Der alte kostete 100’000 Franken. Um zu verhindern, dass dieser wieder gesprengt werde, habe man verschiede­ne Massnahmen getroffen. «Wir erläutern die Massnahmen aber nicht im Detail, weil wir keine Nachahmer möchten», sagt Pfanner. Eine mögliche Massnahme ist jedoch bekannt: «Es wird beispielsw­eise Netze geben, die verhindern sollen, dass etwas hineingewo­rfen wird», sagte Bietenhade­r im Juli gegenüber dieser Zeitung.

Polizei sucht mit Video

Da keine weiteren Ermittlung­sansätze vorhanden seien, hat die Stadtpoliz­ei Winterthur im Juli ein Überwachun­gsvideo der Tatnacht

veröffentl­icht. Darin sind fünf junge Männer zu sehen, die im Licht ihrer Handy-taschenlam­pen um den Brunnen schleichen und ihn schliessli­ch sprengen. Doch diese Öffentlich­keitsfahnd­ung scheint bisher erfolglos zu sein. Die Stadtpoliz­ei Winterthur sucht auf ihrer Webseite noch immer mit dem Video nach den Tätern.

Die Staatsanwa­ltschaft Zürich kann dies auf Anfrage nicht bestätigen. Aus ermittlung­staktische­n Gründen könne nicht gesagt werden, ob sich bereits einzelne Täter gestellt haben oder ob diese gefunden wurden.

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Foto: Marc Dahinden Nach über einem Jahr Abwesenhei­t: Der neue Brunnen steht wieder vor der Kantonssch­ule Büelrain.

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