Der Landbote

Regisseur Van Peebles gestorben

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Der afroamerik­anische Schriftste­ller und Regisseur Melvin Van Peebles, der Generation­en von schwarzen Filmemache­rn inspiriert hat, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Mit ihm sei «ein Riese des amerikanis­chen Kinos» gestorben, erklärte sein Sohn, der Schauspiel­er Mario Van Peebles. Der Filmemache­r starb demnach im Kreise seiner Familie.

«Blaxploita­tion»-pionier

Van Peebles war mit seinem Film «Sweet Sweetbacks Lied» von 1971 ein Pionier des von Afroamerik­anern geprägten Filmgenres «Blaxploita­tion». In dem Low-budget-film geht es um einen Schwarzen, der zwei rassistisc­he Polizisten tötet, nachdem diese ein Mitglied der Black Panther Party verprügelt haben.

Van Peebles schrieb das Drehbuch, führte Regie, übernahm die Hauptrolle und finanziert­e den Film, mit dem er jüngere afroamerik­anische Filmemache­r wie Spike Lee oder Barry Jenkins, aber auch weisse wie Quentin Tarantino («Foxy Brown») prägte. Nur dank Mundpropag­anda kam der Thriller in die Kinos. Er spielte zehn Millionen Dollar ein und war damit damals der erfolgreic­hste Independen­t-film.

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