Chi­na-Op­ti­mis­mus ver­pufft

Samsung steht un­ter Druck. To­shi­ba prä­sen­tiert Re­kord­ge­winn.

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - FRI,

Die Ak­ti­en­märk­te in Asi­en wa­ren über­wie­gend po­si­tiv in die Wo­che ge­star­tet, nach­dem sich der Han­dels­streit zwi­schen den USA und Chi­na et­was ent­spannt hat­te. Zu­dem hat­te der US-Leit­in­dex S&P 500 in der Vor­wo­che den stärks­ten An­stieg seit zwei Mo­na­ten ge­schafft. Doch am Di­ens­tag kam es nach dem durch­wach­se­nen Han­del an der Wall Street zu mo­de­ra­ten Ver­lus­ten. Die Bör­se in Hong­kong gab die Ge­win­ne vom Mon­tag wie­der ab, die ei­ne Re­ak­ti­on auf die Auf­nah­me chi­ne­si­scher Ak­ti­en in den MSCI-In­dex für Schwel­len­län­der wa­ren. Bei Tech­no­lo­gie­ti­teln wur­den Ge­win­ne mit­ge­nom­men. Der

Sto­xx Asia/Pa­ci­fic 600 ge­wann

0,1% auf 190,43. Der S&P/Asia 50 mit den fünf­zig gröss­ten Fir­men in Hong­kong, Ko­rea, Sin­ga­pur und Tai­wan stei­ger­te sich 0,6% auf 5260,97.

Der Hang Seng in Hong­kong be­en­de­te ei­ne sie­ben­tä­ti­ge Ge- winn­stre­cke und no­tier­te bei 31 152,03 auf dem Ni­veau der Vor­wo­che. Dem Hang Seng Chi­na En­ter­pri­ses In­dex ge­lang ein Plus von 0,8% auf 12 440,75. Der CSI 300 mit den 300 schwers­ten Wer­ten in Shen­zhen und Schang­hai stieg 1,8% auf 3924,10. Der Shang­hai Com­po­si­te rück­te 0,9% auf 3 192,12 vor.

Der In­dex­an­bie­ter MSCI hat­te ei­ne Lis­te von 234 Ak­ti­en vom chi­ne­si­schen «Fest­land» – al­so oh­ne Hong­kong, Ma­cao oder Tai­wan – ver­öf­fent­licht, die in zwei Schrit­ten zu En­de Mai und En­de Au­gust in den In­dex für Schwel­len­län­der in­te­griert wer­den. Da­zu ge­hö­ren In­dus­tri­al and Com­mer­ci­al Bank of Chi­na (6.87 HK-$; +0,3%), Bank of Chi­na (4.25 HK-$; +0,5%), der Im­mo­bi­li­en-Ent­wick­ler Chi­na Van­ke (31.40 HK-$; +0,8%) und Kon­sum­gü­ter­her­stel­ler wie Qing­dao Hai­er (18.79 Yuan; +4,7%). Künf­tig ma­chen chi­ne­si­sche Ti­tel 0,78% in der Bench­mark aus, an der sich welt­weit An­la­gen in Hö­he von 1,6 Bio. $ aus­rich­ten. Ana­lys­ten er­war­ten ei­nen An­stieg des Chi­na- an­teils auf bis 16%. Ins­ge­samt gibt es rund 3000 in Yuan ge­han­del­te A-Ak­ti­en in Chi­na.

Der Nik­kei 225 in To­kio avan­cier­te 0,3% auf 22 818,02. Der brei­ter ge­fass­te To­pix ge­wann 0,6% auf 1805,15. Der leicht schwä­che­re Yen stütz­te. Die Ti­tel von To­shi­ba spran­gen 4,5% auf 299 Yen. Nach vier Jah­ren teils hor­ren­derVer­lus­te ge­lang dank Steu­er­gut­schrif­ten nicht nur die Ge­winn­wen­de, son­dern gleich ein Re­kord­er­geb­nis. Auch der Aus­blick mit ei­nem mög­li­chen Son­der­ge­winn liess An­le­ger zu­grei­fen. Von dem Chip­spar­ten­ver­kauf sol­len die Ak­tio­nä­re pro­fi­tie­ren. Da­ge­gen wur­den der Phar­ma­rie­se Ta­ke­da (4 695 Yen; +0,8%), der die iri­sche Shi­re bald über­nimmt, ge­mie­den. Im neu­en Ge­schäfts­jahr (ab 1.4.) er­war­tet man ein Sechs­tel we­ni­ger Be­triebs­ge­winn. Die An­tei­le der Fi­nanz­grup­pe Su­mi­to­mo Mitsui zo­gen nach gu­ten Ge­schäfts­zah­len 2,8% auf 4684 Yen an. Of­fen­bar scha­det der Ne­ga­tiv­zins ja­pa­ni­schen Ban­ken we­ni­ger als er­war­tet.

Der Ko­s­pi in Seoul schloss 0,8% nied­ri­ger auf 2458,54. Hier wirk­te sich der Ein­bruch bei Samsung Elec­tro­nics um 4,1% auf 49 200 Won aus. Seit dem Ak­ti­en­split 50:1 von An­fang Mai neigt das Schwer­ge­wicht, das rund 20% des Leit­in­dex aus­macht, zur Schwä­che. Der S&P/ASX in Sydney gab 0,3% ab und schloss auf 6097,82. Der Sen­sex in Mum­bai be­weg­te sich mit ei­nem Schluss­stand von 35 560,62 kaum. Der FTSE/Straits Ti­mes in Sin­ga­pur fiel 0,8% auf 3 540,23 zu­rück.

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