Glos­sar Ka­pi­tal­in­ves­ti­tio­nen (Ca­pex)

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Je­der Kon­zern muss zur Auf­recht­er­hal­tung der Ge­schäfts­ak­ti­vi­tät Geld aus­ge­ben. Der Auf­wand lässt sich in zwei Ka­te­go­ri­en ein­tei­len: ei­ner­seits in In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben (Ca­pi­tal Ex­pen­ditu­res, Ca­pex) für An­la­ge­gü­ter wie Ma­schi­nen, Ge­bäu­de oder ITSys­te­me, an­de­rer­seits in be­trieb­li­che Kos­ten (Ope­ra­tio­nal Ex­pen­ditu­res, Opex), die et­wa für das Per­so­nal an­fal­len.

Die bei­den Ar­ten un­ter­schei­den sich in der bi­lan­zi­el­len Ver­bu­chung: Ca­pex er­hö­hen die Ak­ti­va und wer­den meist über meh­re­re Jah­re ab­ge­schrie­ben. Da­mit wird dem Wert­ver­lust Rech­nung ge­tra­gen, den die In­ves­ti­ti­ons­gü­ter beim Ge­brauch er­lei­den. Ope­ra­ti­ve Aus­ga­ben sind da­ge­gen zu- meist in dem Zei­t­raum er­folgs­wirk­sam, in dem sie an­fal­len. Ca­pex las­sen sich wei­ter in zwei Grup­pen auf­tei­len: in Aus­la­gen, die nur für die Auf­recht­er­hal­tung des Ge­schäfts­gangs er­for­der­lich sind (Main­ten­an­ce Ca­pex), so­wie in Aus­ga­ben, die für ope­ra­ti­ves Wachs­tum sor­gen (Growth Ca­pex).

Die rich­ti­ge Hö­he der In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben zu fin­den, ist ein Ba­lan­ce­akt: Un­ter­neh­men, die zu we­nig in­ves­tie­ren, schrän­ken ih­re lang­fris­ti­gen Wachs­tums­chan­cen ein. Hin­ge­gen kann über­mäs­si­ger Mit­tel­ein­satz dar­auf hin­deu­ten, dass un­ren­ta­ble Pro­jek­te um­ge­setzt wer­den – et­wa, um die Ex­pan­si­ons­be­stre­bun­gen des Ma­nage­ments zu be­frie­di­gen (Em­pi­re Buil­ding).

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