Asym­me­trie-Steue­rung

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - AN­DRÉ RIE­SEN,

Schwie­ri­gen Zei­ten mit Ver­zicht trot­zen.

Der Ok­to­ber hät­te nicht pas­sen­der mit Hal­lo­ween en­den kön­nen. Das Mot­to der Markt­teil­neh­mer war über wei­te Stre­cken «Süs­ses oder Sau­res», wo­bei Süs­ses für sehr gu­te Quar­tals­zah­len und so­li­dem Ge­schäfts­aus­blick stand. Für al­les was dar­un­ter lag, gab es von den An­le­gern Sau­res. Zwar se­hen nur die we­nigs­ten Markt­teil­neh­mer glo­bal struk­tu­rel­le Un­gleich­ge­wich­te, wel­che das star­ke Nach­fra­ge­wachs­tum brem­sen könn­ten.

Dass das glo­ba­le Wachs­tum sich wo­mög­lich ein­trübt, wird be­reits von ei­ner deut­lich brei­te­ren An­zahl ge­teilt. Die in den In­dus­trie­na­tio­nen wie auch zu­neh­mend in den Schwel­len­län­dern ver­schärf­te Gan­gart na­tio­na­ler In­ter­es­sen wird den Märk­ten Stol­per­fal­len ein­brin­gen. Die zu­neh­men­de Ab­leh­nung der Glo­ba­li­sie­rungs­vor­tei­le be­rei­tet Sor­gen. Un­si­cher­hei­ten dar­über, wie sich die welt­wei­ten Han­dels­strö­me ent­wi­ckeln, ha­ben das Po­ten­zi­al, die Märk­te emp­find­lich zu stö­ren.

Dass Wandelanleihen zu­neh­mend vor al­lem bei ri­si­ko­aver­sen An­le­gern auf In­ter­es­se stos­sen, er­staunt kaum. Durch die asym­me­tri­sche Par­ti­zi­pa­ti­on an den un­ter­lie­gen­den Ak­ti­en bie­ten sie imVer­gleich zu Ob­li­ga­tio­nen und Ak­ti­en ri­si­ko­ad­jus­tiert at­trak­ti­ve Er­trags­pro­fi­le. Dass sich da­zu nicht al­le Wandelanleihen glei­cher­mas­sen eig­nen, zeig­te die Markt­be­we­gung im Ok­to­ber deut­lich. So muss­ten die zu­vor heiss be­gehr­ten Wand­ler aus dem US-Tech­no­lo­gie- und Bio­tech-Sek­tor viel Fe­dern las­sen. Da vie­le die­ser Pa­pie­re durch die vor­an­ge­gan­ge­ne Ral­ly er­höh­te Ak­ti­en­sen­si­ti­vi­tä­ten auf­wie­sen, wa­ren die asym­me­tri­schen Vor­tei­le be­grenzt. Ähn­li­ches, wenn auch ab­ge­schwächt, gilt für ei­ni­ge hoch­zy­kli­sche Sek­to­ren.

An­le­ger, die Wandelanleihen zur Di­ver­si­fi­ka­ti­on her­ein­neh­men wol­len, soll­ten dar­auf ach­ten, wie die Steue­rung der asym­me­tri­schen Aus­rich­tung um­ge­setzt wird. So kön­nen zum Bei­spiel auch an­ti­zy­kli­sche Ele­men­te ein In­diz da­für sein, dass der Fo­kus auf die asym­me­tri­sche Aus­rich­tung ge­legt wird. Tu­gen­den wie das be­wuss­te Ver­zich­ten sind da­bei spe­zi­ell wäh­rend aus­ge­präg­ten Bul­lenPha­sen ge­fragt. Da­für wird die Ern­te dann gera­de in schwie­ri­ge­ren Zei­ten ein­ge­fah­ren und er­höht da­mit die Di­ver­si­fi­ka­ti­ons­ef­fek­te des ge­sam­ten Port­fo­li­os über­pro­por­tio­nal.

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